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Hoi An

Hoi An

Die Stadt der Schneider (und des guten Essens)

March 152014

Hoi An

Spät abends sind wir von Ninh Binh her in Hoi An angekommen und mit dem Rucksack quer durch die Altstadt spaziert.

Nach einer halben Stunde haben wir dann doch ein bezahlbares Hotel gefunden. Nach dem Deponieren der Rucksäcke im Zimmer haben wir uns durch die vielen Touristen und Verkäufer in der Altstadt geschlängelt. Da die meisten Restaurants in der Altstadt extrem touristisch sind (immer noch den westlichen Hamburger mit auf dem Menu haben und dreimal so teuer sind), haben wir glücklicherweise in einer kleinen schummrigen Seitengasse ein wunderbares Restaurant mit sehr gutem lokalem food gefunden.

Am nächsten Tag wechselten wir zunächst das Hotel, denn Sparfuchs Dominic weiss, wie man auch ein Hotelzimmer für unter 10$ pro Nacht bekommt. Danach gings los mit unsrer viertägigen Shoppingtour bei verschiedenen Schneidern. Bei den Preisen hier mussten wir gleich zwei Zauberanzüge kaufen. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Nach 6 mal anprobieren und Änderungen in Auftrag geben, waren dann fast alle 18 Taschen im Anzug am richtigen Ort. Zwei weitere Fittings später und drei Stunden vor unserer Abfahrt war dann endlich alles korrekt und auf gings zur Poststelle.

Nebst dem vielen Shopping gibts in Hoi An auch unglaublich guten Streetfood. Zum Beispiel bei der Banh Mi Queen. Eine herzige alte Dame, die super leckere vietnamesische Sandwiches für weniger als einen halben Franken verkauft. Die Franzosen haben eben doch ihre guten Einflüsse in Vietnam hinterlassen, wie zum Beispiel die Liebe zu guten Baguettes.

Vom guten Essen begeistert, haben wir uns für einen weiteren Kochkurs entschieden. Unserer Lehrerin Van war sehr aufgestellt und mit viel Freude dabei.

Zuerst lernten wir, wie man die leckeren Wontons fritiert:

Danach gings an die vietnamesischen Pancakes.

Unterdessen garen die glasierten Auberginen im Tontopf.

Und nicht zu vergessen die einheimische Nudelspezialität Cao lầu

Cao lầu

 

Nicht nur Kleider sondern auch ein wenig Kunst haben wir gekauft. Zwei schöne Bilder auf Seide hatten einen einfach zu guten Preis um nicht zuzuschlagen.

bei diesem freundlichen Mann kaufen wir gleich zwei Bilder

 

Auch der lokale Markt hat einiges zu bieten.

 

Vor unserer Abreise genossen wir in einem kleinen vegetarischen Restaurant unser letztes lokales Meal.

Mit dem local Bus gings nach 5 Tagen weiter nach Da Nang.

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Phnom Penh
February 172014

Phnom Penh

Unser erster Stop in Kambodscha war Phnom Penh (die Hauptstadt des Landes). Die Fahrt in die Innenstadt überraschte uns, da die Stadt einen sauberen und geordneten Eindruck erweckte (wir sind geprägt von Indien).

Nachdem wir unser Gepäck im Hotel abgelegt hatten, machten wir uns sofort auf zum Nachtmarkt, der nur wenige Minuten entfernt war und der nur noch an diesem Abend stattfand (freitags, samstags und sonntags). Es war interessant zu sehen, dass jeder zweite Stand das gleiche (hauptsächlich Kleider) zum gleichen Preis versuchte zu verkaufen. Vor den Verkaufsständen gab es einen grossen Platz, wo vor allem die Einheimischen zu Abend assen. Noch immer etwas skeptisch gegenüber Strassenessen liessen wir es bleiben dort zu essen und spazierten stattdessen am Mekong entlang und beobachteten die Einheimischen bei Spielen.

Der nächste Tag startete mit der Besichtigung des Königlichen Palastes. Der König Kambodschas wohnt tatsächlich noch dort, weshalb nur einige Gebäude öffentlich zugänglich sind. An der Architektur der Gebäude merkt man jedoch schnell, dass wir den indischen Einfluss hinter uns gelassen haben.

Dieses Foto brauchte ziemlich lange bis es entstand. Dominic wollte unbedingt eines mit uns beiden, jedoch war es etwas spät und die meisten Touristen waren bereits gegangen. Deshalb fragten wir ein chinesisches Paar, das noch da war, ob es nicht ein Foto von uns machen könne. Diese würdigten uns jedoch nur eines kurzen Blickes und eines aggressiv tönenden chinesischen Lautes. Nach einer Schockminute über dieses respektlose Verhalten hielten wir Ausschau nach Nicht-Chinesen. Und tatsächlich lief noch eine Frau vorbei, die sogar breitwillig ein Foto von uns machte. Dieses dürfen wir euch hier präsentieren.

vor dem Köngispalast

Als nächstes statteten wir dem Nationalmuseum einen kurzen Besuch ab. Hier konnte man viele der aus Angkor Wat stammende delikate Figuren und Schriftsteine sehen.

Beim Mittagessen flog uns ein wunderschöner Schmetterling zu. Besser gesagt, er bliebt auf Alexandras farbiger Bluse sitzen.

Nach diesen schönen Sehenswürdigkeiten der Stadt und der Stärkung fuhren wir etwas aus dem Zentrum hinaus zum S21 Gefängnis Museum. Dieses Gebäude wurde als Schulhaus gebaut und während der dreijährigen Regierungszeit der Khmer Rouge von 1975 bis 1978 zu einem Gefängnis umfunktioniert und dient heute als Museum und Mahnmal.

Für die Interessierten hier eine kleine Zusammenfassung, was die Khmer Rouge waren und wie sie an die Macht kamen: Kambodscha erlangte 1953 die Unabhängigkeit von Frankreich. Daraufhin entstand das Königreich Kambodscha. Der mit Nordvietnam sympathisierende König wurde jedoch während einer Auslandreise im Jahre 1970 gestürzt. Stattdessen regierte für fünf Jahre (1970-1975) eine pro-amerikanische Republik das Land. Während dieser Zeit kam es auch zum ersten Bürgerkrieg. Hier kommen die Khmer Rouge ins Spiel. Die Khmer Rouge war eine Bewegung, die pro-kommunistisch eingestellt war. Diese Einstellung vertrug sich natürlich gar nicht mit der pro-amerikanischen Haltung der neuen Regierung. Der Khmer Rouge gelang es viele Anhänger unter der Landbevölkerung zu gewinnen. Mit der Unterstützung von Vietnam begannen die Khmer Rouge sich gegen die aktuelle Regierung (unterstützt von den US-Amerikanern) aufzulehnen. 1975 gelang es den Khmer Rouge Phnom Penh zu erobern, die Regierung zu stürzen und ihr Regime zu starten. Sie starteten sofort mit ihren Reformmassnahmen. Das erste war eine Zwangsevakuierung der Stadtbevölkerung auf das Land. Tausende von Menschen wurden von der Stadt aufs Land forciert, um dort in der Landwirtschaft zu arbeiten. Das Ziel der Khmer Rouge war eine ländliche, klassenlose Gesellschaft. Wer nicht in dieses Schema passte (Lehrer, Itellektuelle, Schauspieler, allgemein kulturschaffende Personen, …), wurde gleich umgebracht oder erst nach der Folter (zum Beispiel im S21 Gefängnis) in den Killing Fields getötet. Heute wird geschätzt, dass in den drei Jahren Regierungszeit der Khmer Rouge 1,7 bis 2,2 Millionen Kambodschaner umkamen.

Das S21 Gefängnis war das grösste während der Khmer Rouge Zeit. Während dieser Spanne wurden dort ca. 14’000 Personen gefangen gehalten, gefoltert und exekutiert. Nur zwölf davon überlebten. Im Museum sind die Folterkammern und Gefängniszellen immer noch erhalten. In einigen Räumen werden die Fotos der Gefangenen aufgestellt. Dies ist wirklich schrecklich, wenn man die Gesichter dieser vielen Leute, ob alt oder sehr jung, weiblich und männlich, sieht, die einem anzuschauen scheinen. Wirklich interessant sind die Räume, wo Kambodschaner die Geschichte erzählen und die Touristen Fragen stellen können und der Raum mit der Ausstellung der Kinderzeichnungen.

Nach diesem Museum brauchten wir erst mal einige Zeit Ruhe und entschieden uns nicht auch noch zu den Killing Fields zu gehen. Stattdessen sahen wir uns am Abend eine traditionelle kambodschanische Tanzshow an. Diese war während der Khmer Rouge Regierung auch verboten worden und findet nun wieder Anklang bei den Jungen. So war die Kulturveranstaltung ein Projekt, das von jungen Leuten getanzt wurde. Der Eintritt unterstützte ihre Tanzschule. Dominic war nicht so begeistert, da ihm die Augen einige Male zufielen. Alexandra jedoch war fasziniert, wie sich die jungen Leute mit ihrer eigenen Kultur so befassten. Ausserdem war es witzig, wenn man die Mimik der Tänzer beobachtete.

Mit dem Minibus fuhren wir am nächsten Tag nach Siem Reap und stellten leider fest, dass die kambodschanischen Strassen nicht unserem ersten Eindruck des Landes entsprach. Mehr dazu später…

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Tauchen in Koh Tao
February 142014

Koh Tao

Um uns vom teilweise doch recht anstrengenden Indien zu erholen, gings auf nach Thailand zum Tauchen und relaxen. Wir flogen von Chennai via Bangkok nach Koh Samui. Wie es sich für Indien gehört, hoben wir mit etwa einer Stunde Verspätung ab. Nach der Landung gab das Kabinenpersonal auch noch die falsche Lokalzeit bekannt, weshalb wir dachten noch genügend Zeit zu haben. Gemütlich suchten wir die Zollkontrolle auf. Erst danach bemerkten wir die Zeit auf einem Bildschirm und legten einen rasanten Sprint durch den Flughafen zu unserem Gate zurück,  da wir noch ein paar knappe Minuten und nicht wie wir dachten eine Stunde bis zum Abflug hatten. Keuchend schafften wir es dann aber doch noch als letzte Passagiere ins Flugzeug. Türe zu und Abflug. Von Koh Samui, einem unglaublich kleinen und schönen open-air Flughafen, gings dann via Tucktuck zum Pier und via Katamaran nach Koh Tao.

Katamaran nach Koh TaoBei Bruno, dem freundlichen und relaxten französischen Chef von Alvaro Diving, absolvierte Ale ihren Open Water Kurs, während Dominic den Advanced und Nitrox für (verglichen mit der Schweiz) sehr wenig Geld abschloss.

Koh Tao selbst ist sehr entspannt und extrem schön. Wir genossen unsere Tage direkt am Strand in einem kleinen Bungalow gleich neben der Tauchschule.

Beim Tauchkurs trafen wir zwei extrem aufgestellte und fröhliche Schweizer, mit denen wir eine super Zeit auf der Insel verbrachten. Viel Spass auf eurer weiteren Reise Alba und Ueli!

in gemütlicher Runde nach dem Tauchen

Am zweitletzten Tag gönnten wir uns noch einen spannenden Wracktauchgang zu einem vor 5 Jahren versenkten amerikanischen Kriegsschiff. Das uralte US Navy Boot wurde von den Amis an Thailand verschenkt und anschliessend für die Taucher versenkt. Der Tauchgang war sehr mystisch, da man in Wracknähe nur ein paar Meter weit sehen konnte und das Schiff somit nur langsam Gestalt annahm. Interessant war auch in 30m Tiefe eine Cola mit Strohhalm zu trinken und ein rohes Ei aufzuschlagen und den Fischen beim Fressen des Eigelbes zuzusehen. Nach zehn Tagen mussten wir dann leider auch schon weiter. Nach einer Übernachtung und einem super Essen in Koh Samui gings frühmorgens nach Phnom Penh (Kambodscha) weiter.

Und schon gehts weiter ins nächste Abenteuer nach Kambodscha.

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