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Chennai
February 52014

Chennai

Unterwegs haben wir gehört, dass Chennai nicht so viel zu bieten habe. Da jedoch unser Flug nach Thailand von dort startete, versuchten wir das Beste aus dem Aufenthalt zu machen. Wir fanden ein günstiges Hotel in Meeresnähe, wo wir um sieben Uhr morgens eincheckten (wir kamen mit dem Nachtzug von Ooty her an). Nach einigen Studen Erholung gingen wir nachmittags noch an den Strand. Am nächsten Tag waren wir etwas aktiver. Wir standen früh auf (24h Checkout, wurde uns am Abend zuvor noch mitgeteilt) und erkundeten die Stadt, während die Inder langsam zu arbeiten begannen.

Statue, die den Strand von Chennai überblickt

In den vorherigen Einträgen haben wir euch immer nur die schöne Seite Indiens präsentiert. Hier zum Ausgleich auch mal einen Einblick in die Seitenstrassen. Meist sind die Strassen mit Abfall gesäumt und das Geruchserlebnis ändert mit jedem zweiten Schritt, je nachdem welcher Gulli, Abfallhaufen oder Essensstand näher ist. Leider können wir euch hier das Geschmackserlebnis nicht mitschicken, aber die Bilder sollten riechen (oder reichen).

Wenn man die Seite mal umkehrt, die Welt nicht durch unsere Augen betrachtet sondern sich ausmalt, wie sich die Inder die Westler vorstellen…

Vieleicht stellen sich die Inder etwa so Europa vor....

(Toilettenpapier gesponsort von Steffi, thanks 🙂 )

Das absolute Highlight des Tages war die Markttour, die wir für den Nachmittag gebucht hatten. Zusammen mit einem Holländer wurden wir von einer ehemaligen Elektrostudentin durch das “Alte Chennai” geführt. Die Tour begann in einer armenischen Kirche. An diesem idyllischen Ort, wo die hektische indische Stadt durch die Mauern weggesperrt wurde, erfuhren wir einige Details über die Geschichte Indiens. Die Armenier waren vor den Briten in Indien und trieben Handel mit Edelwaren (Seide,Edelsteine,Safran). Als die Briten später nach Indien kamen, stellten sie für die Armenier keine Konkurrenz dar, da diese alles mit nach Europa nahmen, egal welche Qualität, Hauptsache exotisch und nicht in Europa erhältlich (von den Gewürzen bis zum Elefanten).

Wir gingen nach dieser kleinen Geschichtslektion weiter zum Alten Markt. Obwohl wir auf unserer Indienreise bereits viele Märkte gesehen haben, war es sehr interessant mit der Tour durchzugehen. Es wurden immer wieder Stopps eingelegt und die Waren wurden uns erklärt, wobei wir auch die Gelegenheit hatten die Dinge zu kosten 🙂

Bei der Banenenpflanze zum Beispiel wird von der Frucht bis zur Wurzel alles verwertet. Die Blätter werden als Teller eingesetzt, ob frisch oder getrocknet. Wie sie uns erklärte ist dies auch bei Parties eine super Alternative zum wegwerfbaren Plastikgeschirr.

getrocknete Bananenblätter, woraus super Teller gemacht werden (im Hintergrund)

Zucker ist hier auf dem Markt auch in seiner traditionellen Form, als Zuckerrohrklumpen, erhältlich.

Rohrzucker in Klumpenform

Die Inder legen sehr viel Wert auf die Frische ihrer Ware. Will man Mehl kaufen, wird deswegen erst das ungemahlene Getreidekorn gekauft und direkt beim nächsten Stand für ein paar Rupien frisch gemahlen.

Die Mahlstube auf dem Markt

Oder als Erfrischung kann man sich wie fast überall in Indien einen frischen Sugarcane juice kaufen. Dabei werden ein paar Zuckerrohrstengel direkt ausgepresst und der extrem süsse Saft (fast reinster Zucker) aufgefangen.

Sugarcane juice - extrem süss und lecker

Nach diesem schönen Erlebnis verliessen wir am Abend Indien doch mit etwas schwerem Herzen.

 

weiter gehts nach Koh Tao

 

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Ooty
February 12014

Ooty

Spontan haben wir uns am Ende unserer Indienreise für einen Abstecher nach Ooty (eine Kleinstadt in den “Bergen”) entschieden. Mit dem Bus von Mysore gings die kurvenreiche Stecke auf 2450 m ü. M. nach Ooty. Der Spital hier hat eine super PR Abteilung, in jeder Kurve wird mit der gratis Ambulanz geworben.

Spital mit super PR Abteilung

Eigentlich buchten wir die schnellstmögliche Busverbindung, jedoch wollte es das Schicksal anders. Wir fanden uns in einem Bus wieder, der an jeder Ecke anhielt und mit indischen Touristen gefüllt war. Als Westler waren wir die Einzigen, welche für den Weg durch einen Nationalpark extra zahlen mussten. Da der Park sich nicht wirklich wesentlich von der vorherigen Landschaft unterschied, waren wir umso mehr erstaunt ein Reh und einige Affen zu sehen.

Im Preis inklusive war jedoch ein dreiviertelstündiger Stopp am “See”, auf dem man “bööteln” konnte. Nicht so begeistert von der Aussicht auf eine Bootstour im dreckigen braunen Tümpel, entschieden wir einstimmig uns an Land von der Busfahrt zu erholen.

Der nächste Stopp war bei einem Souvenirshop, der “Homemade Chocolate”, Tee und Gewürze verkaufte. Langsam etwas ungeduldig über die vielen unnötigen Stopps, warfen wir nur kurz einen Bilck auf die Schokolade, und liessen es bleiben. Leider mussten wir später doch mal noch einen Vergleichstest anstellen. Dieser fiel relativ klar und wie erwartet gegen die indische Schokolade aus. Und leider auch gegen Dominic’s Darm, mehr Details später.
Endlich angekommen, sahen wir uns den Botanischen Garten an. Positiv überrascht waren wir, dass es sogar ein richtiger Garten war, nicht wie jener in Bangalore.

Am nächsten Morgen begann auch schon unser nächstes Zugabenteuer. Eigentlich wollten wir ja nur kurz zwei Tickets nach Chennai kaufen, von wo wir nach Thailand weiterfliegen. Einer der gestrigen unnötigen Stopps erlaubte es uns sogar kurz beim Bahnschalter nach Tickets zu fragen. Wir wurden aber vertröstet, dass es keine mehr gebe, wir jedoch morgen doch noch die Möglichkeit hätten Tickets zu kaufen. Da der Schalter um 8 Uhr öffnet dachten wir, dass es gut wäre die Tickets früh morgens  zu holen. Zum Glück waren wir um halb 9 am Bahnhof, denn wie uns ein freundlicher junger Mann erklärte, müssen wir sogenannte “Tatkal Tickets” kaufen. Die Prozedur beginne um 9 Uhr mit der Vergabe eines Nümmerchens. Promt formte sich um 9 Uhr  eine Schlange, wobei wir die Nummer 12 kriegten. Er erklärte uns weiter, dass dann um 10 Uhr in der Reihenfolge der Nummern das Spezialticket gekauft werden kann. Gute zwei Stunden später also hatten wir endlich unser Ticket. Die ganze Prozedur gibt es immer für sehr früh ausgebuchte Züge, damit man auch kurzfristig noch ein Ticket ergattern kann. Unser Rickshawfahrer wartete geduldig, als wir anstatt zehn Minuten zwei Stunden brauchten um ein Ticket zu kaufen. Ohne Aufpreis beim Taxi ging dann die Fahrt weiter auf den nächstgelegenen Hügel, um die Aussicht über Ooty zu geniessen.

Noch nicht genug Abenteuer erlebt, wollte Dominic unbedingt eine Wanderung quer durch den Dschungel machen. Leider hielt ihn auch das Touristengitter nicht davon ab. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen folgte Alexandra Dominic unter der Absperrung hindurch in den Dschungel. Alexandras Unwohlsein kam von der Geschichte über den Tiger der vor drei Tagen erschossen wurde, weil er zwei Einheimische verspeist hatte. Der Tiger sei aber nicht alleine unterwegs gewesen… Uns wurde jedoch versichert, dass die anderen Tiger das Weite gesucht hätten, nach dem Tod ihres Kollegen.

Abseits der Touristenpfade fanden wir einen kleinen Tempel am Waldrand (oder Dschungelrand?). Nach einer guten halben Stunde konnte Alexandra endlich wieder aufatmen. Wir trafen auf Einheimische, die im Wald am Holz sammeln waren.

Meist alle Felder werden hier mit Unmengen von Dünger und Pestiziden bewirtschaftet, da es ganz einfach mehr Geld einbringt. So sieht man hier zum Beispiel nicht Schnee oder Asche auf der Wiese liegen, sondern Chemikalien.

Nachmittags entschieden wir uns den Emerlad Lake Staudamm zu besichtigen. Auf der linken Seite kann man die saubere und idyllische Natur beobachten, während unterhalb des Staudammes ein kleines Dorf mit vielen Feldern und Plantagen angesiedelt ist.

Die Landschaft ähnelt ein wenig Munnar, jedoch mit nicht ganz so vielen Teeplantagen.

Nach einer unvergesslichen Nacht, ohne viel Schlaf, einer kompletten Darmentleerung (Dominic dachte er müsste sterben :)) und der Maximaldosis am Immodium, gings am nächsten Morgen mit flauem Magen auf den Nilgiri Mountain Railway nach Mettupalayam. Die erste Strecke wurde mit einer Diesellock zurückgelegt. Nach einem kurzen Lockwechsel in Coonoor ging dann die Fahrt mit einer ca. 80 jährigen Zahnrad-Dampflokomotive (der SLM aus Winterthur!!!) weiter. Da die Bahn seit 2005 ein UNESCO Weltkulurerbe ist, wurden die in 1999 begonnen Elektrifizierngspläne für die 46 km lange Strecke auf Eis gelegt.

Mit der normalen Bahn, einem Sleeper Ticket in der 2nd class, und einem jungen gesprächigen Geschäftsmann aus Bangladesch (der gerade seine Grossmutter im Spital in Indien besucht hatte) gings dann weiter nach Chennai.

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Mysore
January 302014

Mysore

Nach unserem angenhemen und sehr westlichen Aufenthalt in Bangalore, gingen wir mit dem Bus weiter nach Mysore.

zwei nicht ganz wahre Versprechen

Mysore ist vor allem, oder eigentlich nur, wegen seines Palastes bekannt (und unserer Zimmernummer im Hotel).

007

 

So entschieden wir uns auch gleich nach der Ankunft diesen aufzusuchen. Leider kamen wir etwas spät an und so wurde uns mitgeteilt, dass es nicht mehr möglich  wäre das Museum zu besuchen. Dominic wollte dennoch ein Foto vom Palast machen, da er so schön beleuchtet war. Also liefen wir den Mauern entlang weiter bis wir an die Stelle kamen, wo der offizielle Eingang des Museums war. Erneut teilte uns ein Wachmeister mit, dass wir nicht eintreten können. Wir wollten gerade weiterlaufen, als derselbe Mann uns mitteilte, dass er für Trinkgeld bereit wäre uns ein Stück hineingehen zu lassen. Dominic war natürlich hell begeistert und nachdem wir sowohl den Polizisten als auch den Wachmeister bestochen hatten, begleitete uns einer der beiden ein Stück näher an den Palast heran. Während Dominic sein Stativ bereitstellte und versuchte den Palast in seinem schönsten Licht zu fotografieren, blieb es an Alexandra hängen mit dem indischen Wachmeister Smalltalk zu führen… Erst fragte er mich, ob Dominic und ich verheiratet wären. Ich antwortete mit nein, er wäre mein Freund. Er verstand natürlich das Wort Boyfriend nicht und fragte nochmals, ob er mein Mann sei. Da es dunkel war und ich wirklich keine Lust hatte einem bestlichen Beamten zu erklären, dass man auch eine Beziehung führen kann ohne gleich zu heiraten, antwortete ich, dass Dominic mein Mann wäre. Das bereute ich schnell! Denn nun kam die Frage, wie lange wir uns kennen würden. Ich antwortete ihm, dass es nun etwas mehr als fünf Jahre wären. Tja, schon wieder die falsche Antwort! Er fragte mich natürlich: “Habt ihr Kinder?” Tja, nein! Er war wohl etwas schockiert, dass man nach fünf Ehejahren noch keine Kinder produziert hatte. Ich war froh als ich den Fokus auf seine Familie lenken konnte. Er hatte natürlich etwa vier Kinder… Interessant war auch, dass er erst nach unserer Währung fragte und dem Kurs und dann ganz nebenbei noch erwähnte, dass er als Hobby Fremdwährung sammle… Ja genau! Er hatte tatsächlich auch noch den Mut zu fragen, ob wir Schweizerfranken dabei hätten. Wir erklärten ihm, dass wir leider keine dabei hätten. Er schien etwas enttäuscht und erklärte uns, dass er auch morgen hier wäre und wir doch vorbeikommen sollten, wenn wir das Museum besuchen würden. Ich war froh, dass Dominic endlich seine Fotos gemacht hatte, sein Stativ verpackt hatte und wir gehen konnten. Einige Meter weiter kamen wir zu einem Tor, wo wir keinen Inder bestechen mussten und wo Dominic weitere Bilder direkt vor dem Palast schiessen konnte…

Am nächsten Tag gingen wir den Palast noch bei Tageslicht betrachten und besuchten das Museum. Natürlich war unser Freund auch wieder dort, jedoch schien er gerade mit etwas beschäftigt zu sein, weshalb er uns nur begrüsste und nicht nochmals wegen der Währung fragte. Um in den Palast zu gehen, mussten wir die Schuhe ausziehen und wie am Flughafen die Taschen durch den Scanner legen. Sie erklärten uns dann auch schon, dass es nicht erlaubt sei, Fotos im Innern des Palastes zu machen und die Kamera deshalb draussen bleiben müsse. Super! Das bedeutete für uns erstmal, dass Dominic sich heftig aufregte und sich weigerte seine teure Kamera in den Händen von (bestechlichen) Polizisten zu lassen. Dieser war jedoch so freundlich und erklärte uns, dass beim Eingang zum Park ein Schliessfach extra für Kameras wäre. Dann mussten wir halt barfuss nochmals zum Eingang zurück. Dort weigerte sich Dominic die Kamera den Beamten zu geben und schaffte es sie zu überreden seine eigene Kamera selbst in ein eigenes Schliessfach zu legen. Gut, nach dem wir das erledigt hatten, mussten wir nur noch 20 Minuten auf den Audioguide warten (welcher überraschenderweise sehr gute Erklärungen gab und auch gut gesprochen war), bevor wir ins Innere des Palastes gehen konnten. Lustigerweise gab es dort viele indische Touristen, welche Fotos mit ihrem Handy machten!

Das Innere des Palastes war wirklich schön, leider können wir euch keine Bilder zeigen… Jedoch liefen wir noch ein bisschen durch den Park und machten noch einige Bilder (das war erlaubt 🙂 ). Wir gingen dann langsam Richtung eines der Tore, das am nächsten zur Innenstadt gelegen ist. Tatsächlich wird uns dort von einem Polizisten mitgeteilt, dass dies kein Ausgang wäre! Diese Tor wäre für den Prinzen reserviert! Na toll, wieso muss in Indien alles so kompliziert sein?! Angeschiessen wollten wir bereits den Rückweg durch den ganzen Park antreten, als er uns erklärte, dass er eine Ausnahme machen könne. Dass wir heute Prinz und Prinzessin seien. Er ging voraus und auf sein Zeichen sollten wir ihm folgen (es hatte eine Sicherheitskamera). Das taten wir dann auch. Beim Ausgang mussten wir jedoch für unseren neuen Adelstitel wieder etwas Geld spenden.

Unser nächster Stop war ein Markt, der eigentlich vor allem von den Indern genutzt wird.

Kaum kamen wir durch eines der Eingänge in den Markt hinein, als auch schon ein Junge auf uns zukam und meinte, dass wir mit ihm mitkommen sollten. Er würde uns zeigen, wie man Räucherstäbchen mache. Da wir die grössten Fans von Räucherstäbchen sind, überzeugte er uns nicht wirklich mit diesem Spruch. Aber irgendwie war er so hartnäckig, dass wir schliesslich doch bei seinem Verkaufsstand standen… Er zeigte uns dann also, wie man die Stäbchen macht (nicht so eindrücklich, also wenn ihr mal zu dem Markt in Mysore geht, ignoriert den Jungen!). Und dann gings los! Er wollte uns keine Stäbchen verkaufen, sondern Parfüms, die sie in Indien aus natürlichen Produkten herstellen würden. Er zeigte uns eine Liste mit Geschmäckern und schmierte uns unendlich viele Parfüms an Arme, Hände und Hals, dass wir am Schluss um da raus zu können ihm eine kleine Flasche abkauften. Dominic entdeckte in dem Verkaufsstand nach einige interessante Flaschen, die die Natürlichkeit der Produkte etwas anzweifeln lässt…

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns noch eine Rickshawfahrt auf den Hügel, um die Aussicht über Mysore zu bewundern. Auf dem Hügel gab es noch einen Tempel und es machte einen sauberen Eindruck.

Doch Eindrücke können falsch sein. Der ganze Abfall lag nicht um den Tempel herum, weil man ihn einfach über die Mauer in die Natur geschmiessen hat. Wir konnten sogar einer Frau zuschauen, die ihren Essensstand aufräumte und dabei den Abfall wie selbstverständlich über die Mauer warf. Welcome to India!

Kuh und Wildschweine wühlen im Abfall neben dem Tempel

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Bangalore

Bangalore

IT Grossstadt

January 272014

Bangalore

Mit dem Nachtzug reisten wir von Madurai nach Bangalore. Und wir waren wirklich froh, dass diese Fahrt nicht wie die erste verlief. Tatsächlich konnte sie gegensätzlicher nicht sein. Wir wurden von den Personen in unserem Abteil angesprochen und bald entwickelte sich ein reges Gespräch zwischen Dominic und einem Inder über irgendwelche Elektrodinge. Wir zeigten den Leuten auch Fotos von Varkala und der Schweiz, wobei eine riesige Freude aufkam. Zufrieden und ohne allzuviel Krach kamen wir dann auch zu ein wenig Schlaf.

Am Morgen nach einer etwas längeren Rickschafahrt empfing uns Shakir sehr herzlich in unserem Homestay. Wir ruhten uns kurz aus und genossen daraufhin ein sehr leckeres indisches Frühstück, wobei uns Shakir jeweils erklärte, was wir assen (was ganz schön war, da wir sonst auf gut Glück unser Essen bestellten) und wie es zubereitet wird.

Am Nachmittag gingen wir zu einer kleinen Organisation namens Toe to Heart. Hier geben Thomas und Lalitha unterprivilegierten Kindern (à Halbweisen?) die Chance auf eine Schulbildung, die Ihre Eltern Ihnen nicht ermöglichen könnten. Sie zahlen die Schulgebühren und Bücher für die Kinder und sorgen dafür, dass diese ein gemeinsames Zuhause haben. Durch einen Kollegen bei einem Zauberauftritt in der Schweiz weiterempfohlen, gingen wir zu den Kindern und zauberten einen Nachmittag lang mit ihnen.

Das Homestay, in dem wir übernachteten, wird von zwei Brüdern geführt (Shakir und Syed). Die beiden haben uns einen neuen Einblick in die indische Kultur ermöglicht (Bollywood-Action Filme J, ein Einblick in die indische Politik, philosophische Gedanken, und vieles mehr) und uns herzlichst aufgenommen. Am nächsten Tag nahm uns Syed auf eine sehr interessante Neighbourhood-Tour. Wir besuchten unter anderem auch einen kleinen sehr ruhigen Market und sahen viel vom täglichen Leben.

Nach der Tour spazierten wir gemütlich durch den Botanischen Garten der Stadt, welcher ausser ein paar lustigen Figuren aber nicht sehr viel zu bieten hatte.

Zum Schluss liessen wir den Abend in einer kleinen Bar auf dem 13ten Floor in der Nähe der MG Road (Touristenstrasse oder Bahnhofstrasse) ausklingen.

Abschliessend lässt sich über Bangalore bemerken, dass die Stadt viele westliche Züge aufweist (sauber, Hochhäuser, …) und im krassen Gegensatz zu Madurai steht (dreckig, stinkig, …).

 

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Madurai
January 222014

Madurai

Madurai, Madurai,… Der Start verlief nicht so gemähchlich. Unsere erste Fahrt mit einem indische Nachtzug wird zu einem noch schlimmerem Erlebnis, als man es sich vorstellt. Anfangs vermisste Alexandra die Gesellschaft von Frauen im Zug, dies ändert sich aber schlagartig um Mitternacht. Da steigt eine Gruppe von Frauen in den Zug, die kein Billet haben und nicht nur Lärm machen, sondern einen halben Zirkus veranstalten (wohlgemerkt, dass sicher 80% der anderen Leute bereits am Schlafen sind…). Nach Langem Rumgeschrei mit dem Ticketkontrolleur finden die Frauen doch noch einen Platz zum Schlafen. Ihr fragt euch wo? Tja, leider hatte es noch freie Liegen in unserem Abteil… Natürlich wird noch nicht geschlafen, man muss erst noch lauthals herumlachen, auf die liegenden Alexandra sitzen (Privatsphäre?) und herumschreien. Um 2 Uhr sind sie wahrscheinlich auch müde geworden, dann wird es ruhig. Aber nicht lange! Um 5 Uhr schreit eine irgendwas. Alle stehen auf und machen, was sie am besten können: Lärm.

In der Stadt angekommen, brauchen wir erst mal Ruhe und vor allem Schlaf. Wir zogen uns in unser Hotel zurück und wagten uns erst wieder mittags aus dem Bett, um die Hauptattraktion der Madurai zu besuchen: den Meenakshi Amman Tempel.

Der Meenakshi Amman Tempel in Mitten der Grossstadt ist der Göttin Parvati (Frau von Shiva, auch bekannt als Sundareswarar) gewidmet. Täglich gehen hier 15’000 bis 25’000 Gläubige ein und aus. Auch für die unterdessen nicht mehr so stark gläubigen jungen Inder ist der Tempel ein wichtiger Ort, um sich zu treffen, wie wir von drei freundlichen Indern erfuhren. Sie kämen einmal pro Woche her, um sich zu treffen und Neuigkeiten auszutauschen. Nach dem Beruf gefragt, erzählte einer der dreien uns mit ganzem Stolz er sei Polizist. Die meisten Indern haben grossen Respekt oder sogar Angst vor der Polizei, welche bis auf den Verkehr relativ strenge Regeln durchsetzt.

Auf dem Banana Market herrscht ein reges treiben. Hier werden die Grossmengen angeliefert und an kleinere Händler in der Stadt weiterverkauft.

Wir besuchten das Gandhi Museum, wo wir unter anderem einen Brief von Gandhi an Hitler sehen konnten. Auch gibts ein paar Eindrücke des  Tirumalai Nayak Palace bei Tag und Nacht zu sehen.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug ausserhalb von Madurai zum Alagar Koyil Temple (auch bekannt als Thirumaliruncholai oder Azhakar Tempel). Nicht ganz so gross wie der Meenakshi Tempel in Madurai, jedoch gleichfalls interessant wird hier der Gott Vishnu angebetet. Durch unseren Taxifahrer bekamen wir eine kleine geführte Tour durch das Innere des Tempels. Normalerweise stehen die Einheimischen mehrere Stunden an, um kurz direkt vor Ihrem Gott ein Gebet abzugeben und vom Priester gesegnet zu werden. Mit ein paar Franken lässt sich die Wartezeit jedoch geschickt umgehen und wir konnten einen Blick auf die ganzen Zeremonien werfen.

Etwas oberhalb auf einem kleinen Hügel ist ein weiterer kleinerer Tempel für den Gott Murugan eingerichtet. Da man innerhalb der Tempel jeweils leider keine Bilder machen darf, kann ich euch hierzu auch keine zeigen.

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Varkala
January 202014

Das Mallorca von Indien für Engländer

Nach unseren Abenteuern in den Bergen und im Tiger Park gönnen wir uns nun drei Tage Strand, Sonne und Entspannung. Unser kleines Bungalow mit Meerblick für ganze 700 Rupien (10 CHF).

Unser Bungalow in Varkala

Varkala ist etwas wie ein kleines Mallorca für Engländer. Tagsüber kann man an den Strand liegen und abends in einem Restaurant mit Meerblick Cocktails schlürfen. Im Vergleich zum Rest von Südindien hat es hier unglaublich viele Touristen und westlich angehauchte Restaurants. Dementsprechend ist Alexandra endlich mal wieder zu etwas nicht so extrem scharfem Essen gekommen 😀

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Backwaters
January 192014

Boating in the Backwaters

Nach unserem Trekking im Dschungel gingen wir wieder in die Nähe von Kochi. Und zwar zu den Backwaters.   Nach vier Stunden Fahrt kamen wir in den Backwaters an und bezogen unseren Bungalow 🙂 Zunächst konnten wir entspannen und uns langsam wieder an das heisse Klima gewöhnen (da Munnar und das Tigre Reserve in den Bergen liegt, war es dort angenehm warm für uns).

Am späten Nachmittag machten wir unsere erste Bootsrundfahrt auf den Backwaters und konnten bereits viele Vögel beobachten.

Gestärkt durch ein indisches Frühstück bestehend aus verschiedene Masalas, Curries und Früchten gings auf unsere Bootstour durch die Backwaters. Bei dem Boot handelte es sich um ein Hausboot, das von zwei Männern von Hand angetrieben wurde. Sehr beeindruckend!

Mit dem Mittagessen überraschte uns die Bootscrew richtig. So viel Essen auf einem Tisch hätten wir nicht erwartet. Vor allem nicht für zwei Personen!

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Nach einem so riesigen Festmahl lässt man sich gemütlich weiter schaukeln, am besten mit einem kühlen Kingfisher Bier.

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Wir geniessen einfach die Landschaft, die an uns vorbeischwimmt.

Nach unserer Bootsfahrt gingen wir noch kurz ans lokale Tempelfest. Ähnlich wie bei uns ein Dorffest, nur mit Elefanten und was halt dazu gehört.

Am Abend übernachtetet wir auf unserem Boot und hatten dabei sogar mückenfressende Gesellschaft.

Geckos an unserer Bootsdecke

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Periyar Tigre Reserve

Periyar Tigre Reserve

Periyar Tigre Reserve

January 172014

Trekking in Periyar

Auf dem Weg von Munnar zum Periyar Tigre Reserve bei Kumily sind wir an diversen kommunistischen Veranstaltungen vorbeigefahren. Hier wird sehr viel Propaganda betrieben.

Komunismus ist weit verbreitet in Kerala

Ausserdem fuhren wir direkt durch einen Karneval in einem kleinen Dorf. Eine farbenfrohe und grossgefeierte Angelegenheit.

 

Remba, die Elefantendame, trug uns auf einem kurzen Ausflug auf Ihrem Rücken durch den Dschungel. Sie bewies Ihre unglaubliche Kraft beim Heben eines ganzen Baumstammes.

Zum Glück genügte ihr als Vegetarierin die Melone und Ale durfte ihre Hand behalten.

 

Zur Einstimmung auf die indische Kultur bestaunten wir abends eine traditionelle Kampfdemonstration.

Etwas weniger brennend (im wortwörtlichen Sinne) war die darauffolgende Kathakali (Geschichte und Tanz) Show. Alle Darsteller hier waren Männer, wobei die grüne Figur jeweils den Protagonisten darstellt.

 

Am darauf folgenden Tag gings früh morgens um 5:30 mit einem Jeep ab in den Nationalpark.

Periyar Tiger Reserve

Vom Tiger (40 noch lebende Exemplare auf 300 km^2) war fast keine Spur zu sehen. Einen Pfotenabdruck wurde uns als Tigerabdruck präsentiert.

Tigerpfoten Abdruck

Etwas näher jedoch kamen wir den giant squirlls. Diese riesigen Eichhörnchen sitzen sehr weit oben in den Baumgipfeln.

Unser Guide führte uns abseits des Weges quer druch den Dschungel. Als wir den ersten frischen Elefantenkot rochen, stieg der Puls. Die Chance einen wilden Elefanten zu sichten, stieg rasant an. Wir hörten es in der ferne kurz trompeten (erste Warnung), und wussten nun wie nah dran wir waren. Ein paar Schritte weiter hörten und spürten wir das Stampfen (zweites Warnsignal) und ein lautes langes Trompeten (dritte und letzte Warnung vor dem Angriff), worauf hin wir die Flucht ergreifen mussten. Nebst all dieser Action, konnten wir die wilden Elefanten auf dem Rückweg mit dem Jeep aus der Distanz ruhig beobachten.

Wir hatten auch Glück und bekamen den seltenen Kingfisher zu sehen.

Kingfisher kingfisher

Da unser Guide ein reges Intresse an meiner Kamera fand, mussten wir vor jedem Rinnsaal (auf englisch: waterfall) posieren.

Auf unserer Tour durch den Nationalpark gab es nebst viele Affen, Blumen und Eichhörnchen auch ein Pärchen Nashornvögel (hornbills) zu beobachten.

 

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Teeplantagen in Munnar

Teeplantagen in Munnar

Munnar, Indien

January 152014

Tee, Spicegardens, Elefanten und noch mehr Tee

Hier einen Eindruck der letzten Tage, welche wir in Munnar verbrachten. Auf unserem Weg in die Berge von Munnar haben wir an einem Fluss einen kurzen Zwischenstopp eingelegt. Hier werden jeden Morgen die Elefanten gewaschen. Tipp: Auf die Bilder klicken, um sie in Gross mit Beschreibung zu sehen.

Auch sind wir unterwegs an einigen spice farms vorbei gekommen. Diese haben alles von Zimt bis Kardamon:

Ein kleiner Imbiss zwischendurch. Alexandra probiert mutig auch die scharfen Gerichte.

kleiner Zmittag

In Munnar angekommen, waren wir überwältigt von der Landschaft.

Teeplantagen von Munnar

Tee soweit das Auge reicht

Munnar

Das junge (helle) Teeblatt wird für den teuren weissen Tee verwendet. Die etwas älteren, aber immer noch hellen Blätter werden auch noch von Hand gepflückt und ergeben den Grüntee. Die restlichen Blätter werden mit der Schere geerntet und werden zu Schwarztee verarbeitet.

Tee

Für weniger als 300 Rupien (5 Fr.) pro Tag arbeiten Frauen hier in den Teeplantagen. Tee Pflücker bei Ihrer Arbeit

Die Früchte hier sind immer unglaublich frisch und schmackhaft.

frische Passionsfrüchte typischer Indischer Laden

Von unserer Unterkunft aus konnten wir abends die schönsten Sonnenuntergänge beobachten.

Im Teemuseum konnte man nebst der Herstellung auch noch die aktuelle Technologie bewundern. (Im Einsatz von 1908 bis 1995 ! )

Telephone exchange Teefabrik in Munnar

 

Weitere Bilder aus Munnar und Umgebung:

 

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Erster Tag in Indien: KOCHI

Erster Tag in Indien: KOCHI

Kochi, Kerala, Indien

January 132014

KOCHI

Heute morgen sind wir vom Flughafen mit dem Bus in die Stadt Kochi gefahren. Diese haben wir heute besichtigt und geniessen nun den Abend mit einem kühlen Bier in der Hand.

 

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Welcome to India

Welcome to India

Dehli, India

January 112014

Zwischenstopp in Delhi

In den paar Stunden Layover, die wir hier am Flughafen Delhi verbrachten, konnten wir schon so einiges über Indien erfahren. Zum Beispiel, dass das Telefonnetz innerhalb von den einzelnen Bundesstaaten als neues Land zählt und man somit sehr schnell in die Roaming Falle tritt. Wenn man eine Simkarte in einem Bundesstaat kauft und dann in einen anderen geht, zahlt man bereits innerhalb von Indien Roaming.

Auch bei den Sicherheitskontrollen zeigt sich Indien als fremde Welt. Was in Zürich 3 Minuten dauert, wird hier zunächst mit einer halben Stunde in der Schlange anstehen und anschliessendem 5 Minuten langem ungläubigen Betrachten, des in Zürich gedruckten Flugtickets, angegangen. Zuguter letzt wird alles dreifach gestempelt, ja sogar das obligatorische Adressschild am Handgepäck. Mit teilweise sehr gutem Englisch und auch Deutsch erzählte mir ein in Deutschland arbeitender Inder, er sei nach seiner ersten Rückreise nach Indien selbst erstaunt gewesen, wie trotz des Chaos doch irgendwie alles funktioniert.

Immer hilfsbereit und freundlich wird einem aber an jeder Ecke Auskunft gegeben und in handgeschriebenen Büchern der heutigen Fluglisten nachgeschaut. Auch das Internet wollte sich nicht freischalten, worauf der Nachbar im Wartesaal ein paar Codes aus einer Liste seines Laptops kopierte und mir überreichte. Und siehe da, dieser Eintrag ist online.

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