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Viñales

Viñales

  • Author: domale
  • Date Posted: Oct 9, 2014
  • Category:
  • Address: Viñales

Hässliches Mauerbild, Höhlen und Zigarren

Nach einem riesigen Frühstück mit frischen Früchten, Eiern, Brot und Saft, verbrachten wir den restlichen Vormittag im Casa in Havana. Vom Casa liessen wir uns auch ein Taxi bestellen. Der Fahrer kam sehr pünktlich und plauderte noch mit unserem Gastgeber. Um ein Uhr fuhren wir mit dem alten Mann in einem inoffiziellen Taxi zur Viazul Busstation. Er war wohl dankbar, dass wir ihn im Voraus bezahlten. Er blieb nämlich keine Sekunde länger als nötig stehen, nachdem wir unser Gepäck in der Hand hatten.
An der Busstation gaben wir unser Gepäck ab und plauderten mit Schweizern, die uns angesprochen hatten. Plötzlich werden wir dringlich darauf aufmerksam gemacht, dass wir in die Wartehalle müssten, obwohl es noch eine halbe Stunde ging bis der Bus abfuhr. Dort fanden wir heraus, dass wir wie am Flughafen einchecken mussten. Wir taten das sogleich und standen 20 Minuten vor dem Schalter ohne zu wissen, was das Problem war. Irgendwann fanden wir heraus, dass sie Dominc nicht im System fanden und uns nicht ein zweites Ticket ausdrucken konnten, das wir zwei Sekunden später einem anderen wieder in die Hand drücken sollten. Nachdem dann mal der Computer neu gestartet wurde, funktionierte es endlich und als letzte stiegen wir in den Bus ein.
Nach 3 Stunden Busfahrt und einem kurzen Halt, um etwas zu trinken, kamen wir in Viñales an.


Dort erlebten wir ein Deja-vu: in Battambang (Kambodscha) wurden wir einmal von Taxifahrern überrannt, als wir aus dem Bus stiegen. Hier wurden wir von Frauen überrannt, die uns versuchten in ihr Casa zu locken. Ziemlich hartnäckig schwatzten sie ihren Standarttext runter und akzeptierten ein Nein erst beim dritten Mal. Eine kam uns sogar hinterher, als wir mit den Rucksäcken zur ersten Casa liefen, die wir rausgesucht hatten.
Leider hatte diese keinen Platz mehr, aber wir fanden im Casa im Erdgeschoss einen Platz.
Vor dem Abendessen, dss wir auswählen konnten, sassen wir auf dem Sitzplatz und genossen die letzten Sonnenstrahlen.
Natürlich wollten wir Kuba nicht verlassen, bevor wir Salsa getanzt haben. Deshalb gingen wir am Abend in einen open-air Club. Überraschenderweise gab es neben der Liveband auch noch eine Showeinlage und einen Sänger.

 

Viñales entdecken

Der Tag startete für Alexandra nicht so gut. Als wäre die kalte Dusche nicht genug schlimm gewesen, rutschte sie nach dem Duschen auch noch auf der Stufe im Bad aus und fiel mit dem Hinterkopf auf die Kante. Nach Dominics sorgsamer Kontrolle und den richtigen Antworten, liessen wir uns davon nicht den Tag verderben und gingen mit dem Touristenbus das Valley erkunden.
Der erste Stop war bei einer Wand, die auf Befehl Fidel Castros ziemlich geschmackslos bemalt wurde. Wir waren froh, dass wir nach zwei Fotos weiterfahren durften.


Ein inoffizieller Stop war bei der Sklavenhöhle, wo sich die Sklaven versteckt hatten, nachdem sie geflohen waren. Die Höhle war nicht so spektakulär, aber interessant zu sehen, vor allem weil sie eine kleine Nachstellung des Lebens der Sklaven zeigten.
Erschreckt wurden wir von einer schwangeren Hündin, die in der Höhle ein kühles Plätzchen gefunden hatte und uns freudig begrüsste.


Nach etwas mehr als einer Stunde wurden wir abgeholt und fuhren weiter zur Cueva de Indio. Faszinierend war da vor allem die viel zu kurze Bootsfahrt durch die Höhle.


Weil sich Alexandra nicht so gut fühlte und die Tabakfabriken zu dieser Jahreszeit geschlossen sind, kehrten wir in unser Casa zurück. Während Alexandra sich ausruhte, suchte Dominic eine günstige Transportmöglichkeit nach Maria la Gorda. Da der Bus plötzlich doppelt so teuer war, als wir in jedem (online) Guide gelesen hatten, bestellte er ein Taxi für 10 Cuc weniger.
Am Abend machten wir noch einen Spaziergang aus der Stadt hinaus und trafen zufälligerweise auf eine Frau, die uns zu einer Heim-Tabakfabrik führte.


Auf dem Rückweg ins Zentrum liefen wir an eine kleine Bar, die uns anmachte. Wir liessen uns von der gemütlichen Atmosphäre überzeugen einen Drink zu nehmen.
Das deutsche Pärchen, das wir dort trafen, hatte ebenfalls für den nächsten Tag ein Taxi nach Maria la Gorda bestellt. Lustiger Zufall!
Neben dem wirklich genialen Mojito war Panchito das Highlight der Bar. Er war ein Nagetier, das eigentlich in den Bergen lebt, aber sich so wohl unter Menschen fühlt, dass er bei ihnen lebt.


Nach einem herrlichen Abendessen gingen wir früh ins Bett. Am nächsten Tag sollte es nach Maria la Gorda weitergehen.

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