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Valparaiso

Valparaiso

  • Author: domale
  • Date Posted: Sep 29, 2014
  • Category:
  • Address: Valparaiso

Murals und farbige Häuser – Valparaiso

 

Die komplizierteste Grenzüberquerung unserer Reise

Am nächsten Tag gingen wir mit geringen Erwartungen zum Busbahnhof. Doch etwas überrascht waren wir, als uns andere Reisende sagten, dass bereits ein Bus von Mendoza in Richtung Chile abgefahren war. Kurze Zeit später konnten auch wir einsteigen und die Reise konnte starten.

Alles verlief gut, bis wir an den Grenzpunkt kamen. Dort hatte es so viel Stau, dass wir insgesamt fünf Stunden dort standen! Die Migration selbst lief in einer halben Stunde ab. Unsere Rucksäcke wurden noch gescannt und auf Früchte und Gemüse untersucht. Leider hatten wir keine Ahnung von den strikten Regeln bevor wir in den Bus einstiegen und hatten natürlich noch verbotene Ware im grossen Rucksack (bereits unten im Bus verstaut) dabei. Es waren getrocknete Pflaumen vom Migros dabei, die uns Ruth als Snack gelassen hatte, wir aber nicht wirklich gerne haben. Natürlich wurde Alexandras Rucksack ausgerufen und wir zeigten dem Grenzpolizist unsere Liste, die wir vorbereitet hatten. An diesem Punkt wurden wir endlich die Pflaumen los. Da wir das richtige auf dem Formular angekreuzt hatten, mussten wir keine Busse bezahlen und konnten uns wieder in die Reihe stellen, um das Handgepäck kontrollieren zu lassen. Ohne weitere Probleme konnten wir wieder in den Bus einsteigen und die Fahrt konnte endlich weitergehen. endlich in Chile - nach 5 Stunden warten an der GrenzeUm zehn Uhr kamen wir müde in Valparaiso an und suchten nicht noch lange nach einem Bus, sondern nahmen gleich ein Taxi zum Hostel. unser HostelzimmerLeider gingen wir nicht sogleich ins Bett, weil wir bemerkt hatten, dass der Balsamico in Alexandras Rucksack ausgeloffen ist! Nach einer mühsamen Putzaktion fielen wir müde ins Bett.

 

Murals, Alfajores und Chicon

Nachdem wir endlich mal wieder ausschlafen konnten, gingen wir nach einem schnellen Frühstück an eine Free Walking Tour. Wir starteten am Hafen mit der Geschichte der Stadt. Valparaiso war während dem Gold Rush eine wichtige Hafenstadt, wo die Schiffe von Europa einen Zwischenhalt machten. Mit den Schiffen kamen viele verschiedene Kulturen nach Valparaiso, die die Stadt prägten.

Mit einem Ascensor kamen wir auf einen der vielen Hügel der Stadt. Die Hügel werden mit diesen “Liften” einfacher begehbar gemacht. Interessant ist aber, dass es gar keine Lifte sind sondern Funiculars.


Als erstes bestaunten wir die Aussicht über die Stadt. Dann gingen wir weiter zu einem Haus, das zwölf Jahre lang renoviert wurde, weil es den genauen Angaben von Unesco folgen musste. Das Endresultat ist ein schönes Gebäude, in dem heutzutage ein Museum untergebracht ist. Das nächste Haus war das ehemalige “Dollhaus”, Bordell, das heute ein schickes Hotel ist.

Auf dem Hügel Alegre fanden wir viele Malereien an den Hausmauern. Künstler werden angestellt, die Häuser mit Kunst zu bemalen, um sie von Verschmierereien zu schützen.

um Tags wie diese zu verhindern laden die Hausbesitzer Künstler ein ihre Fassaden zu bemalen


Die Künstler werden generell nicht bezahlt, weshalb man auch nicht bestimmen kann, was der Künstler auf das Haus malt.

Wir kamen ausserdem an einem Haus vorbei, das von einem Feuer zerstört wurde. Weil es in einem Teil liegt, das von der Unesco geschützt wird, sind sie Bedingungen für den Wiederaufbau sehr streng und kostenintensiv. Aus diesem Grund wurde das Haus in diesem Zustand gelassen und es wird gewartet, bis die Mauern zusammenstürzen. Dann ist es nämlich erlaubt ein Haus ohne Unesco Vorschriften zu bauen. In Valparaiso kommt es oft zu Bränden wegen den schlecht verkabelten und gebastelten Stromleitungen.

Nächster Stop war vor der ersten protestantischen Kirche in ganz Lateinamerika. Die Briten, die grossen Einfluss hatten, bauten die Kirche noch bevor andere Religionen in Chile erlaubt waren. Die einzige Bedingung war, dass sie keine Kreuze auf dem Dach haben durften.

die erste Protestantische Kirche in Südamerika
Auf der Tour fanden wir auch heraus weshalb die Häuser farbig bemalt sind. Dies diente zur Orientierung, da die Strassen keine Namen hatten und so verwinkelt waren, dass es einfacher war die Farbe des Hauses anzugeben, als eine Wegbeschreibung zu geben.


Wir endeten die Tour mit einem Chichon, ein Getränk aus fermentierten Äpfeln und Biernen mit Weisswein gemischt.
Nach einem kleinen Snack (frittierte Empenadas) gingen wir weiter die Stadt erkunden.

Die Alemania Strasse bietet einen schönen Blick über den Hafen und die Stadt. Seit wir uns von der Tour verabschiedet hatten, folgten uns zwei Hunde auf Schritt und Tritt. Sie waren etwas zu gut gefüttert und deshalb ziemlich erschöpft, als wir oben ankamen. Sie waren aber ziemlich fotogen und platzierten sich immer perfekt.

Leider folgten sie uns bis zum Hostel und es war etwas traurig sie draussen stehen zu lassen. Wir machten nicht mehr viel am Abend und da wir noch so gefüllt waren von den frittierten Empenadas, gingen wir nicht noch in ein berühmtes Seafood Restaurant.

 

noch mehr Murals

Wir schliefen nochmals aus und machten einen gemütlichen Morgen, da wir erst um ein 1 Uhr auschecken mussten. Danach gingen wir zum Busbahnhof, um Tickets nach La Serena zu kaufen. Dies wollten wir eigentlich am Abend zuvor online machen, ging aber nicht, weil wir keine chinesische Kreditkarte besitzen! Nach zwei Minuten hatten wir ein Ticket für einen Nachtbus gekauft und hatten den ganzen Tag Zeit in Valparaiso.

modern art auf der Avenida Argentina
Wir machten uns auf die Suche nach dem Ort, wo 2012 ein Graffitifestval stattfand. Mit dem eimzigen Lift kamen wir auf den Hügel Polanco, begleitet von einem Mann, der die Liftknöpfe bedient und dazu ein Michael Jackson Musikvideo schaut.

 

Oben angekommen, mussten wir nach dem Weg fragen und wurden wieder nach unten verwiesen. Die Graffitis befanden sich um die Treppe, die auf Polanco führt.
Die Graffitibilder gaben der Umgebung einen künstlerischen Charme.

Als spätes Mittagessen hatten wir Chorrillanas. Pommes Frittes mit Zwiebeln und Rind mit Käse überzogen. Die Portion war für 2-3 Personen gedacht und wir konnten es knapp fertig essen.Danach liefen wir sie Treppen hinauf statt den Ascensor zu nehmen.

Auf dem Weg hinauf konnten wir noch viele Murals bestaunen. Oben angekommen brauchten wir wieder etwas Zucker und gönnten uns deshalb ein Glacé.

Nachdem wir noch einige Dinge eingekauft hatten, gingen wir ins Hostel zurück und warteten, bis es Zeit war zum Busbahnhof aufzubrechen. Unsere Nachtbusfahrt brachte uns nördlich nach La Serena.

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