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Trinidad

Trinidad

  • Author: domale
  • Date Posted: Oct 17, 2014
  • Category:
  • Address: Trinidad

Trinidad

mit dem Taxi nach Trinidad
Nach der Schreckensmusik am Vortag ruhten wir etwas länger aus. Nach dem Frühstück organisierten wir die Tickets für die Weiterreise am nächsten Tag.tropischer Fruchtteller zum Frühstück
An einem kleineren Platz fanden wir Musiker, die im Schatten der Bäume Lieder spielten. Wir setzten uns auf eine Bank und lauschten der Musik. Die Stimmung war sehr gemütlich und wir hätten uns Kuba mehr so vorgestellt.


Gleich am Platz stand auch das Museum über den Kampf gegen Konterrevolutionäre, das vor allem wegen dem Turm sehr lohnenswert ist.

Von dort hatten wir einen schönen Ausblick über die Stadt.


Das Museum hatte einige Gegenstände der Kämpfer ausgestellt und war mit Zitaten ausgeschmückt. Wirklich etwas über die Geschichte lernte man nicht. Dafür wurden wir im Museum von einer Mitarbeiterin angesprochen, ob wir ihr Che Münzen abkaufen würden!


Danach schlenderten wir durch die Altstadt mit den vielen schön restaurierten Kolonialhäusern.
Da es gegen Mittag viel zu heiss wurde, sassen wir in ein Paladar und tranken einen Mojito und ein Canchanchara (typisches Getränk von Trinidad mit Honig und Weisswein).

Zurück im Casa machte uns Marisol auf die alte Lokomotive aufmerksam, die in das Valle de los Ingenios fährt, wo wir am nächsten Tag mit dem Cocotaxi hinwollten. Gemeinsam mit ihr gingen wir zum alten Zugbahnhof.


Vor dem Abendessen hatten wir noch ein interessantes Gespräch mit Marisol (unserer Gastgeberin). Sie redete über das Leben in Kuba und meinte, dass einige Dinge wirklich gut seien, wie das Schul- und Gesundheitssystem, andere Sachen aber verbesserungsbedürftig wären. Da meinte sie vor allem die Essensversorgung. Wie in der freien Marktwirtschaft steigen die Preise einer Avocado gegen Ende der Saison, so dass es sie das dreifache kosten können. Mit den Märkchen, die sie einmal im Monat bekommen, kann eine Person 2kg Reis, 3 Säckchen Bohnen, 50g Kaffeebohnen, Salz und Zucker günstiger beziehen. Sind die Märkchen aufgebraucht oder wollen sie etwas anderes zum Essen einkaufen, bezahlen sie den teureren Preis im Laden.
Das Märkchensystem ist so ausgelegt, dass es für jeden genügt und dass niemand hungern muss, aber nicht mehr.
Marisol ist froh, dass sie einen Garten hat, wo sie etwas anbauen kann. Diesen Komfort hätten aber auch nicht alle!


Von ihr lernten wir auch, dass es Direktflüge von Cienfuego (Kuba) nach Miami (USA) gibt. Ihre Kinder leben alle in der USA und sind dort am Studieren und Arbeiten. Sie selbst meinte, dass sie gerne in Kuba lebe, weil sie das soziale Umfeld sehr schätze und die Art zu leben. Sie besucht aber auch einmal im Jahr ihre Kinder in Miami. Die Ausreise ist kein Problem für sie, denn wenn sie eine Einladung von jemandem im Ausland bekommt und die Beziehung zu dieser Person beweisen kann, bekommt sie ein Visa und kann ausreisen. Die Kosten für das Visum und den Flug muss sie natürlich selbst berappen. Weil das für kubanische Verhältnisse viel zu teuer ist, wird sie von den Familienmitgliedern im Ausland unterstützt.
Gelernt haben wir auch, dass Ausländer ein Haus in Kuba besitzen können. Günstiger kommt es allerdings, wenn das Haus auf den Namen eines Kubaners läuft.
Nach dem Gespräch genossen wir ein feines Nachtessen. Nach dem Dessert begann es zu regnen. Obwohl wir unter einem Dach sassen, kamen mit der Zeit immer mehr Regentropfen durch, weil es so fest regnete. Wir liefen deshalb mit den Regenschirmen zu unserem Zimmer und kamen dort mit klatschnassen Füssen an.riesiges Abendessen in der Casa
Wir warteten bis der Regen vorbei war und gingen dann direkt ins Zentrum, um Salsamusik auf der Treppe zu hören.
Nach einem Tanz auf Pflasterstein (schwierig zum tanzen), trafen wir erneut die zwei Schweizer an, die wir zuvor zweimal im Bus getroffen hatten.
Nach der Liveband spielte eine kubanische Folklore Trommelmusikgruppe, wozu es eine Tanzshow gab.
Nach einem trockenen Abend mit guter Musik und guter Gesellschaft, gingen wir glücklicher als am Abend zuvor ins Bett.

 

Valle de los Ingenios

Bevor wir Trinidad verlassen würden, machten wir noch einen Ausflug ins Valle de los Ingenios. Dieses liegt in unmittelbarer Nähe von Trinidad und ist mit einem unter anderem auch mit einem Lockzug erreichbar. Dieser ist leider praktisch immer kaputt, weshalb wir mit dem Cocotaxi gingen. Als erstes stoppten wir bei einem Aussichtspunkt über das Tal, wo früher nur Zuckerrohr angebaut wurde.


Als wir ins Tal hinein fuhren, kamen wir an kleinen Dörfern vorbei und sn einigen kleineren Zuckerrohrfeldern. Wir hielten erneut bei dem Haus des Herren, dem das ganze Tal gehörte und der mehrere hundert Sklaven hatte, die ihm die Felder bestellten. Um die Sklaven zu beobachten und bei der Flucht zu erwischen wurde ein 45m hoher Turm unmitten der Sklavenhütten gebaut.


Nach einem Zuckerrohrsaft gingen wir schon wieder zurück nach Trinidad. Dort genossen wir es erneut durch die schöne Altstadt zu laufen. Jedoch wäre beinahe ein Unglück geschehen. In Kuba muss man nämlich aufpassen, dass man nicht mit einem Eimer Wasser begossen wird. Dominic hatte Glück, dass er so schnell reagiert hatte, ansonsten wäre er mit nassen Kleidern weitergelaufen.

Um der Hitze zu entweichen, gingen wir wieder in die gleiche Bar wie am Vortag. Kaum hatten wir leer getrunken und bezahlt, kam der Besitzer und lud uns auf einen Mojito ein.

Etwas beschwipst holten wir danach unser Gepäck im Casa ab. Zwei Minuten nachdem wir losgelaufen waren, fing es wieder an zu regnen. Wir beschlossen den Regen unter einem Vordach abzuwarten und dann weiterzulaufen. Der Regen dauerte jedoch so lange an, dass wir uns mit unserem ganzen Gepäck in ein Fahrradtaxi quetschten und uns zum Busbahnhof fuhren liessen.
Wir kamen gegen sechs in Santa Clara an und erfuhren dort, dass es einen direkten Bus von Trinidad nach Caibarien (unser eigentliches Ziel) gegeben hätte. Dieser fuhr ab 10 Uhr in Santa Clara ab. Wegen dieser frühen Abfahrt beschlossen wir nicht ein Casa im Zentrum zu suchen, sondern in der Nähe der Station. Während Dominic auf die Suche ging, wurde Alexandra in der Wartehalle von einer alten Frau bequatscht, die unbedingt wollte, dass wir in ihrem Casa übernachteten. Alexandra war so froh, als Dominic wieder kam und sogar ein Casa in der Nähe gefunden hatten. Dankbar liessen wir die alte Frau beim Busbahnhof zurück und gingen ins Casa.
Um doch noch etwas von der Staft zu sehen, spazierten wir in Richtung des Zentrums der Stadt. Bei einem chinesischen Restaurant assen wir ein spätes Abendessen, vor allem weil wir eine kubanische Stunde lang aufs Essen warteten.
Auf dem Rückweg kamen wir noch beim Parque Vidal vorbei, wo sich alle jungen Leute für den Ausgang trafen am Samstagabend.
Am nächsten Morgen nahmen wir den Bus via Santa Clara nach Caibarien.

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