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Tongariro Nationalpark

Tongariro Nationalpark

  • Author: domale
  • Date Posted: Apr 4, 2014
  • Category:
  • Address: Tongariro National park

Wasserfälle, Emerald lakes, Vulkäne und die Polizei

Die Stadt Taupo hat nicht so viel zu bieten. Jedoch unmittelbar ausserhalb befindet sich ein extrem imposanter Wasserfall: die Huka Falls.

Dem schönen Tauposee entlang fuhren wir weiter Richtung Tongariro Nationalpark, wo wir am nächsten Tag wandern wollten.

Wir entschieden uns für die Nacht auf einem gratis Campingplatz in der Nähe des Nationalparkes zu sein. Es dunkelte bereits ein als wir über eine Schotterstrasse zu unserer Übernachtungsstelle fuhren. Es war eine merkwürdige Gegend. Rechts und links von der Strasse befand sich eine endloslange Ebene mit abgeholzten Bäumen. Die Umgebung änderte sich jedoch schlagartig und wir befanden uns plötzlich mitten im Wald. Die Stimmung war schon etwas unheimlich.Einige Schotterminuten später kamen wir zum Parkplatz, der sich natürlich ebenfalls mitten im Wald befand.

Wir waren als einzige Camper dort. Die Türen wurden sofort geschlossen und die Vorhänge gezogen, um den dunklen, unheimlichen Wald auszusperren. Mit einem etwas mulmigen Gefühl gingen wir ins Bett. Leider bestätigte sich das Gefühl in der Nacht auch. Mitten in der Nacht höen wir Geräusche, ein Geraschel und Nagen. Wir sind hellwach! Dann realisierten wir, dass wir einen ungewollten Besucher in unserem Camper hatten! Dominic versuchte ihn zu lokalisieren und mit der Taschenlampe zu verscheuchen. Das schien auch zu funktionieren. Beruhigt legten wir uns wieder ins Bett. Einige Minuten später jedoch hören wir es erneut! Weitere dreimal wurde das Prozedere repetiert, bevor wir es bleiben liessen und hofften, dass das dumme Vieh nicht etwas am Auto wegnagte.

Am nächsten Morgen dann die Überraschung! Dominic wollte Frühstück zubereiten, als er plötzlich Scheisse in der Hand hatte. Das Tier hatte sich in unseren Vorratsschrank gemacht und das frisch gekaufte Brot angeknabert!

Erfreut darüber abfahren zu können, jedoch auch schockiert, dass wir ein Tier in unserem Auto hatten (wahrscheinlich ein Marder oder Oppossum (der Grösse der Scheisse nach zu schliessen)), machten wir uns zunächst auf die nahegelegene Höhle zu erkunden.

Anschliessend fuhren wir zum Infozentrum des Tongariro Nationalparks und liessen uns beraten über die vielen Wanderwege. Wir entschieden uns für einen Rundgang durch das Mangatepopo Valley. Viele Stunden und eine Rivercrossing später durften wir vom Parkplatz aus einen wunderschönen Sonnenuntergang bestaunen.

Für den nächsten Tag war die Tongariro Crossing Wanderung geplant, jedoch sind wir zu spät aufgestanden, um den letzten Shuttlebus zu erwischen. Deshalb änderte sich unser Plan und wir fuhren stattdessen zu den Te Purere. Das ist eine interessante historische Stätte der Maori. Was aber fast noch besser war, war die Aussicht. Man hatte von hier aus einen schönen Ausblick auf den Tongariro (aktiver Vulkan). Nachdem wir die Umgebung des Nationalparks bestaunt hatten und uns mit Essen für die Wanderung ausgerüstet hatten, übernachteten wir in der Nähe des Ausgangspunktes der Vulkanüberquerung.

Anstatt den Shuttlebus zu nehmen, entschieden wir uns nicht die ganze Überquerung zu machen, sondern in der Hälfte umzukehren (dabei sparten wir 30 Dollar pro Person!). Diesmal waren wir früh genug unterwegs und machten uns mit vielen anderen Touristen auf den Weg zum Vulkan. Schnell liessen wir die Deutschen und die mit Turnschuhen ausgerüsteten Touristen hinter uns, um festzustellen, dass es in der Hälfte des Anstieges eine öffentliche Toilette gab! Mehr erstaunte uns jedoch die Asiatin, die noch ihr Makeup auffrischte. Nach 3.5 Stunden Aufstieg kamen wir beim höchsten Punkt der Wanderung an. Leider war zu diesem Zeitpunkt noch alles etwas neblig. Dieser löste sich jedoch langsam auf und wir machten uns an den Abstieg zu den wunderschönen Emerald Lakes.

Nachdem wir zwei Stunden lang auf einem aktiven Vulkan herumgewandert waren, machten wir uns langsam auf den Rückweg. Der Nebel war mittlerweile ganz verschwunden und erlaubte uns eine schöne Aussicht auf die Umgebung.

Als wäre diese Tageswanderung nicht genug für einen Tag gewesen, wollte Dominic unbedingt noch seinen Glühwürmchenwahn nachgehen. Deshalb machten wir uns bei Anbruch der Dunkelheit erst einmal zu einem Glühwürmchen Grotto auf. Hier befanden sich die Glühwürmchen im Wald versteckt hinter Blättern. Leider war dieser Ort Dominic nicht gut genug für sein Fotoshooting und wir machten uns auf zu den Apiti Caves. Die Höhlen tragen den Namen einer Stadt, deshalb könnte man ja auch annehmen, dass sie sich unmittelbar in deren Umgebung befindet. Nicht so bei diesen Höhlen. Nachdem wir eine Dreiviertelstunde im Dunkeln auf Umwegen und über Schotterstrassen zu diesem Dorf gefahren sind, erfuhren wir von einem Wegweiser, dass wir wieder 17 Kilometer zurückfahren durften. Na dann, alles den Wegweisern nach! Einfacher gesagt als getan! Bei den ersten Kreuzungen gab es noch Wegweiser und plötzlich hören sie auf. Langsam wirklich genervt und müde, entschieden wir uns die Höhle nicht mehr länger zu suchen und auf den nächsten Campingplatz zuzusteuern.

Doch auch dieser Plan wurde durchkreuzt. Als wir nur noch einen Kilometer von einer geteerten Strasse entfernt waren, wurde uns der Weg über eine Einbahnbrücke von einem Polizeiauto versperrt. Wir dachten zunächst, dass der Polizist eine Dienstpause einlegen würde und warteten, bis dieser uns bemerken würde und uns den Weg freimachen würde. Einige Minuten lang geschah jedoch nichts und schliesslich stieg Dominic aus, um nachzusehen was los war und fragen, wann und ob wir weiterfahren können. Als er zurückkam, erklärte er, dass hier eine Verfolgungsjagd zu Ende gegangen sei und wir weiter vorne warten sollten. Als wir näher fuhren, sahen wir fünf Polizeiautos und einen Krankenwagen dortstehen. Wir wurden noch Zeugen, wie zwei junge Personen in Handschellen in ein Auto geführt wurden. Das war mal ein actionreicher Tag! Erschöpft und glücklich gingen wir ins Bett.

Verhaftung um Mitternacht

Weiter gings nach Wellington.

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