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Reserva de Pinguino Humboldt

Reserva de Pinguino Humboldt

  • Author: domale
  • Date Posted: Oct 2, 2014
  • Category:
  • Address: Punta de Choros

Pinguine, Küstenotter und Tümmler

Pünktlich wurden wir am Morgen von der Tourgesellschaft in La Serena abgeholt, um zum Humboldt Reservat aufzubrechen.
Auf dem Weg dorthin sahen wir ein Guanaco, das zu den wilden Kamelarten gehört und nur in Chile vorkommt. Es sieht den Vicunas zum Verwechseln ähnlich und unterscheidet sich nur in der Fellfarbe am Kopf. Die Guanacos haben im Gegensatz zu den Vicunas einen grauenschwarzen Kopf. Ein interessantes Detail ist, dass sie bis zu 60 km/h rennen können.
Nach einer ziemlich langen Autofahrt kamen wir in einem kleinen Dörfchen namens Punta de Choros an. Eine Siedlung, die bereits im 16. Jahrhundert von den Spaniern gegründet wurde, als Ausgangspunkt für die Reise nordwärts durch die Wüste. Heute lebt das Dorf von den Olivenbäumen.
Zwanzig Kilometer weiter stiegen wir in ein Boot, das uns zu den Inseln des Humboldt Reservats brachte. Zunächst steuerten die Choros Insel an. Vom Boot aus konnten wir viele Vogelarten sehen, darunter auch der Humboldt Pinguin. Dieser wohnt so weit nördlich, weil in der Nähe der Inseln der Humboldt Strom fliesst. Dies Pinguine gehören zu den kleineren ihrer Art und werden nur bis zu 65cm gross. Um ihre Eier vor Feinden zu schützen, leben sie auf den Klippen und müssen immer den beschwerlichen Weg auf sich nehmen, um zum Meer zu gelangen.


Auf einigen Felsen sahen wir Seelöwen, die ihre Siesta machten.

Und sogar einen Küstenotter (Chungungo) konnten wir sehen. Dieser stellt der Feind des Humboldt Pinguins dar, da er ihre Eier frisst. Der Otter hat aber ein kleines Revier, es geht 50m landeinwärts und 180m seewärts.


Die Bootsfahrer erlaubten sich einen kleinen Abstecher ins offene Meer hinaus, um nach den Delfinen zu suchen. Und tatsächlich nach einigen Minuten fanden wir sie bereits in die Lüfte springen. Es handelte sich dabei um den bekanntesten Delfin, den grossen Tümmler (bottlenose dolphin). Wir waren richtig begeistert, vor allem auch weil die Delfine ziemlich nahe ans Boot kamen.


Nachdem die Delfine weitergezogen waren, machte sich unser Boot zur zweiten Insel auf. Auf der Isla Damas durften wir aussteigen und eine Stunde lang erkunden. Wir liefen zu dem weissen Strand am anderen Ende und trafen unterwegs auf Möwen, Geier und schwarze Echsen. Die Stunde ging leider viel zu schnell um, so dass wir schon wieder im Boot Richtung Festland sassen ehe dass wir uns versahen.


Der nächste Stop war bei einem Restaurant, das sich Oasis nennt, und wo wir ein spätes Mittagessen genossen. Tatsächlich war das das erste gute chilenische Essen, das wir hatten.


Mit einem vollen Magen ging es zurück nach La Serena, wo wir gegen sieben Uhr ankamen. Unser nächster Ausflug von La Serena war dann in die Berge ins Elqui Valley.

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