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Potosi

Potosi

  • Author: domale
  • Date Posted: Sep 3, 2014
  • Category:
  • Address: Potosi

Minenbesuch mit Dynamit aus dem Kiosk

Leider verabschiedeten wir uns nach drei Tagen schon wieder von Sucre. Der nächste Stop war die Minenstadt Potosi. Dank dieser Stadt ist Sucre so schön, da alle Minenbesitzer ihre Häuser in Sucre hatten.
Eigentlich war geplant am Morgen ins Museum der Stadt zu gehen, da der Bus jedoch Verspätung hatte und wir noch ins Hotel eincheckten, war das Museum schon nach elf Uhr in der Siesta.
Etwas genervt über diese Sitte (vor allem wenn ea nicht heiss ist!), gingen wir stattdessen eine Pizza essen.
Für den Nachmittag hatten wir eine Minentour mit Johnny gebucht. Wir warteten vor der Kathedrale bis uns Johnny abholte. Interessant zu wissen ist, dass dreiviertel aller bolivianischen Exporte aus den Minen (plus Erdgas) stammen. Zuerst gings auf unserer Tour in einen Kiosk, um kleine Geschenke für die Minenarbeiter zu kaufen. Für 40 Bolivianos deckten wir uns mit zwei Säcken voll von Fruchtsäften, Joguhrtdrinks, Kokablättern und 96% (trinkbarem) Alkohol ein. Auch konnte man im gleichen Kiosk Dynamit und Zündschnur für 20 Bolivianos einkaufen, wir entschieden uns aber zum Wohl der Minanarbeiter für die Drinks und Cocablätter.

In die schicken Overalls gschmissen und mit Lampen ausgerüstet gings dann ab in die Mine. Die ersten paar Meter waren extrem steil und wie es sich gehört für Bolivien ohne Treppen, sonstige Seile oder Stufen. In der Mine selbst geht man teilweise über 30 Meter tiefe Schächte auf einem kleinen Holzbrett und muss sich schnell an die Wand drücken, wenn ein Minenwagen mit einer Tonne Gestein auf den kleinen Gleisen vorbeischiesst. Es wird ja selbstverständlich noch in der Mine gearbeitet wie damals vor über hundert Jahren als die Minen entstanden.

Alles in allem war der Besuch extrem eindrücklich und gab einen einzigartigen Einblick in die Arbeit eines Minenarbeiters.

Weiter gings nach Uyuni zu den Salzwüsten.

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