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Nazca

Nazca

  • Author: domale
  • Date Posted: Jul 28, 2014
  • Category:
  • Address: Nasca

Linien, Mumien und Pyramiden

Wir kamen ziemlich spät in der Stadt Nasca von Huacachina her an.

Hauptsächlich ist Nasca berühmt als Ausgangspunkt zu den Nascalinien. An der Bushaltestelle wurden wir von einem Mann abgeholt. Wie sich später herausstellte war er nur vom Hotel angestellt, um die Leute ins richtige Hotel zu bringen. Im Gegenzug dafür konnte er uns seine verschiedenen Touren schmackhaft machen. Wegen des teuren Preises (50 Soles pro Person pro Tour!), entschieden wir uns dagegen. Stattdessen wollten wir einen Bus zum Aussichtsturm nehmen und von dort aus mit dem Taxi die alten Stätten besuchen.

Leider lag unser Hotel direkt gegenüber einer Disco, was bedeutete party music all night long.
Da wir am nächsten Morgen nicht auf einen Collectivo (Minibus, der an einen bestimmten Ort fährt, aber erst, wenn er genug Leute geladen hat) in die korrekte Richtung stiessen, entschieden wir uns das Ganze mit einem Taxi zu unternehmen. Ein Fahrer nahm uns für 150 Soles zum Aussichtsturm und -hügel und zu zwei Stätten ausserhalb Nascas. Nazca Gegend

Nazca Lines

Der Aussichtsturm erlaubte uns einen unglaublichen Blick au zwei Figuren: den Baum und die Hand (bemerkenswerterweise nur mit vier Fingern).

Vom Aussichtshügel waren keine Figuren mehr zu erkennen, sondern die vielen Linien, die schnurzgerade durch die Wüste verlaufen. Der Hügel bietet einem auch den Blick auf die Autobahn die mitten durch die Linien durchgeführt. Dies ist aus dem einfachen Grund zu erklären: Zur Zeit, als die Autobahn gebaut wurde, wusste man noch gar nicht, dass die Nascalinien existierten. Die Linien und Figuren gezeichnet, indem das dunklere Gestein weggeschafft wurden und somit das hellere Sandgestein die Linien bildet. Dies ist nur von oben zu sehen. Deshalb wurden die Linien erst entdeckt, als jemand mit dem Flugzeug drüberflog.

Los Paredones

Ein kurzer Abstecher zum vermeintlichen früheren Inka Administrationszentrum. Heute sind sich jedoch nicht mehr alle Forscher einig, dass dies auch wirklich ein solches Zentrum war.

Cahuachi

Als nächstes gingen wir zur Pyramidenstätte von Cahuachi südlich von Nasca. Dort stellte sich heraus, dass in unserem Taxifahrer ein richtiger Guide steckte. Er führte uns durchs Gelände, zeigt uns die verschiedenen Steine der Bauten und wies auf die Löcher im Boden, die als Aufbewahrungsraum benutzt wurden. Er erklärte auch, dass erst angenommen wurde, dass es ein Dorf war. Diese Meinung wird jedoch nicht mehr vertreten. Stattdessen ist man sich sicher, dass der Ort nur für zeremonielle Zwecke benutzt wurde. Vieles der Stätte ist noch unter dem Sand verborgen.

Leider fehlt es an Forschungsgeld, um die 15km Fläche ganz freizulegen.

Cementario Chauchilla

Noch weiter südlich befindet sich ein prekolumbianischer Friedhof. Hier wurden alle Leute des Reiches mit Grabbeilagen und zum Teil auch Kindsopfern begraben. Leider hatten die Grabräuber den Friedhof schon länger entdeckt und entnahmen den Grabstätten die Wertsachen. Heute zu sehen sind die Mumien und deren Grabbeilagen wie Mais und Muscheln (wenn die Leute vom Meer kamen). Beeindruckend ist, dass die langen Rastahaare der Mumien noch gut erhalten sind und auch deren Kleidung.

Auf unseren Wunsch fuhr uns der Taxifahrer auch noch zu den Aquedukten. Auch hier gab er uns Erklärungen. Ebenfalls zeigte er uns die Kakteen, die wegen der Läuse kultiviert werden. Die Läuse geben eine natürliche rote Farbe und wird für Kosmetikprodukte verwendet (man findet sie bei uns im natürlichen Färbemittel für Ostereier).

Da im Eintrittspreis noch andere Attraktionen enthalten waren, machten wir ebenfalls einen Abstecher zu weiteren Linien. Diese waren klar erkennbar als vom kleinen Hügel aus.

Nach einem ganzen Tag herumfahren mit den Taxi kamen wir einiges günstiger als mit einem Tourguide. Ausserdem hatten wir Glück, dass unser Taxifahrer uns viele zusätzliche Informationen gab. Nachdem wir ihm etwas mehr als den ausgehandelten Preis gaben, strahlte er förmlich.

Da unser Nachtbus erst um 10 Uhr abfuhr, hatten wir noch Zeit uns einen astronomischen Vortrag über die Nasca Linien anzuhören. Dieser war wirklich interessant und laut einigen Gästen viel besser als der Flug über die Linien. 🙂

Weiter gings mit dem Bus nach Arequipa.

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