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Madurai

Madurai

  • Author: domale
  • Date Posted: Jan 22, 2014
  • Category:
  • Address: Madurai

Madurai

Madurai, Madurai,… Der Start verlief nicht so gemähchlich. Unsere erste Fahrt mit einem indische Nachtzug wird zu einem noch schlimmerem Erlebnis, als man es sich vorstellt. Anfangs vermisste Alexandra die Gesellschaft von Frauen im Zug, dies ändert sich aber schlagartig um Mitternacht. Da steigt eine Gruppe von Frauen in den Zug, die kein Billet haben und nicht nur Lärm machen, sondern einen halben Zirkus veranstalten (wohlgemerkt, dass sicher 80% der anderen Leute bereits am Schlafen sind…). Nach Langem Rumgeschrei mit dem Ticketkontrolleur finden die Frauen doch noch einen Platz zum Schlafen. Ihr fragt euch wo? Tja, leider hatte es noch freie Liegen in unserem Abteil… Natürlich wird noch nicht geschlafen, man muss erst noch lauthals herumlachen, auf die liegenden Alexandra sitzen (Privatsphäre?) und herumschreien. Um 2 Uhr sind sie wahrscheinlich auch müde geworden, dann wird es ruhig. Aber nicht lange! Um 5 Uhr schreit eine irgendwas. Alle stehen auf und machen, was sie am besten können: Lärm.

In der Stadt angekommen, brauchen wir erst mal Ruhe und vor allem Schlaf. Wir zogen uns in unser Hotel zurück und wagten uns erst wieder mittags aus dem Bett, um die Hauptattraktion der Madurai zu besuchen: den Meenakshi Amman Tempel.

Der Meenakshi Amman Tempel in Mitten der Grossstadt ist der Göttin Parvati (Frau von Shiva, auch bekannt als Sundareswarar) gewidmet. Täglich gehen hier 15’000 bis 25’000 Gläubige ein und aus. Auch für die unterdessen nicht mehr so stark gläubigen jungen Inder ist der Tempel ein wichtiger Ort, um sich zu treffen, wie wir von drei freundlichen Indern erfuhren. Sie kämen einmal pro Woche her, um sich zu treffen und Neuigkeiten auszutauschen. Nach dem Beruf gefragt, erzählte einer der dreien uns mit ganzem Stolz er sei Polizist. Die meisten Indern haben grossen Respekt oder sogar Angst vor der Polizei, welche bis auf den Verkehr relativ strenge Regeln durchsetzt.

Auf dem Banana Market herrscht ein reges treiben. Hier werden die Grossmengen angeliefert und an kleinere Händler in der Stadt weiterverkauft.

Wir besuchten das Gandhi Museum, wo wir unter anderem einen Brief von Gandhi an Hitler sehen konnten. Auch gibts ein paar Eindrücke des  Tirumalai Nayak Palace bei Tag und Nacht zu sehen.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug ausserhalb von Madurai zum Alagar Koyil Temple (auch bekannt als Thirumaliruncholai oder Azhakar Tempel). Nicht ganz so gross wie der Meenakshi Tempel in Madurai, jedoch gleichfalls interessant wird hier der Gott Vishnu angebetet. Durch unseren Taxifahrer bekamen wir eine kleine geführte Tour durch das Innere des Tempels. Normalerweise stehen die Einheimischen mehrere Stunden an, um kurz direkt vor Ihrem Gott ein Gebet abzugeben und vom Priester gesegnet zu werden. Mit ein paar Franken lässt sich die Wartezeit jedoch geschickt umgehen und wir konnten einen Blick auf die ganzen Zeremonien werfen.

Etwas oberhalb auf einem kleinen Hügel ist ein weiterer kleinerer Tempel für den Gott Murugan eingerichtet. Da man innerhalb der Tempel jeweils leider keine Bilder machen darf, kann ich euch hierzu auch keine zeigen.

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