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Lares Trek

Lares Trek

  • Author: domale
  • Date Posted: Aug 10, 2014
  • Category:
  • Address: Lares, Peru

Auf dem Weg nach Machu Picchu – Lares Trek

Unser Lares Trek startete um 5.30 Uhr in Cusco. Mit dem Taxi fuhren wir bis zum Collectivo, das uns bis nach Calca beförderte.

Nachdem wir auf dem Markt einen Happen gegessen hatten, ging es mit dem nächsten Colectivo in die Stadt Lares. Obwohl wir noch gar nichts gemacht hatten, konnten wir im Thermalbad entspannen, während unser Guide das Mittagessen zubereitete.morgentliches Baden in den Hotsprings

Danach sollte die erste Wanderung beginnen. Der Guide musste nur noch einen Esel finden, der das ganze Gepäck für uns tragen würde. Er meinte, dass wir bis dahin noch eine gute halbe Stunde entspannen könnten. Keine zwhn Minuten ging aber der Stress los. Während Dominic noch seinen Fuss verband, um Blasen zu verhindern, musste Alexandra den Rucksack packen und auf das Colectivo rennen.
Der Guide schrie unterdessen ununterbrochen nach Dominic, der sich schön Zeit liess. Es kam sogar soweit, dass Alexandra alleine mit dem Gepäck im fahrenden Colectivo sass. Zum Glück musste diese wegen einem ihm entgegen kommenden Lastwagen halten, so dass es Dominic und der Guide doch noch ins Fahrzeug schafften.
Wir wurden in einem Dörfchen abgesetzt und der Guide erklärte uns, dass wir bereits am Ziel seien. Da er keine Esel organisieren konnte und das Wetter etwas regnerisch war, hatte er, ohne uns vorher zu informieren, entschieden die erste Wanderung auszulassen! Etwas enttäuscht waren wir schon, denn trotz dem schlechten Wetters hatten wir ja einen Trek gebucht. Weil es plötzlich ziemlich runterleerte, fanden wir bei einer Frau, die nur quechua sprach, Unterschlupf.

Nach einer kurzen Zeit liess uns der Guide bei ihr alleine zurück, weil er noch wegen dem heutigen Schlafplatz etwas organisieren musste. Wir sassen also in der Hütte einer Frau, mit der wir nur über Handzeichen kommunizieren konnten und die uns einen Teppich voll Waren ausbreitete, die sie verkaufte. Sobald die Sonne rauskam, sahen wir uns etwas um. Das Häuschen hatte einen ziemlich grossen Garten, wo ein kleines Schwein den Boden nach Essen absuchte.

Nach einigen Minuten kamen zwei traditionel gekleidete Mädchen am Garten vorbei und grüssten uns. Es war etwas eigenartig, als sie bei der Mauer stehen blieben und uns von oben nach unten musterten. Natürlich wollten sie etwas von uns, da ja die reichen Touristen immer etwas zu verschenken haben. Wir hätten ihnen wohl auch Farbstifte geschenkt, die wir seit Laos herumschleppen (!), aber die Mädchen begannen miteinander zu flüstern und lachen, während sie uns immer noch anstarrten. Wir liefen ohne schlechtes Gewissen davon und sie gingen leer aus.
Nach einer halben Stunde kommt unser Guide zurück und meint, dass wir doch hier übernachten würden. Er begann das Zelt unter einer offenen Scheune aufzubauen. Wir waren etwas gelangweilt und starteten einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt. Leider fing es wieder an zu regnen und wir kehrten um. Dort erfuhren wir, dass einer der für uns reservierten Schlafsäcke auf der Reise abhanden gekommen ist. Unser Guide versprach das zu regeln. Am Schluss war es so, dass wir seinen Schlafsack benutzten und er sichs in der Hütte in einem Bett bequem machen konnte.

Am nächsten Morgen waren wir überrascht, als wir das schöne Wetter sahen. Unser Guide sagte uns, dass er einen Esel auftreiben konnte. Nach dem Frühstück startete die acht stündige Wanderung. Wir liefen jedoch die erste Stunde alleine, da der Guide noch den Eael mit dem ganzen Gepäck bepacken musste. Wir genossen es den Hügel in unserem Tempo hochzulaufen und die Aussicht zu bewundern.

Auf dem Weg trafen wir auf ziemlich viele Frauen, die ihr Leben dem Souvenirverkauf gewidmet hatten. Einem Kind einer Verkäuferin schenkten wir Farbstifte. Nachdem dieses die Stifte mit einem knappen Danke entgegen nahm, wollte uns die Mutter noch etwas verkaufen. Genervt über die Undankbarkeit und Dreistigkeit dieser Leute gingen wir weiter.
Als wir nicht mehr wussten, wo wir weiter mussten, sassen wir hin und warteten auf unseren Guide und den Esel. Dieser kam zehn Minuten später in Gesellschaft von drei Eseln und zwei Eselführern. Erst versuchten wir mit dem Tempo der Esel mitzuhalten. Da hatten wir jedoch keine Chance. Diese rannten nämlich trotz Gepäck regelrecht den Berg hinauf. Man muss auch bedenken, dass wir uns über 4000 m ü.M. befanden. Wir trotteten hinter dem Guide nach und merkten, dass die Luft immer dünner wurde. Den Pass auf 4800m erreichten wir stolz nach zwei Stunden. Von dort aus sah man eine schöne Berglandschaft mit einem See.

Vom Pass ging alles nur noch abwärts. Wir assen bei einem zweiten See das Mittagessen und trafen dort auf Engländer, die denselben Trek machten. Da unser Guide beim Aufräumen half, gingen wir mit den Engländern und ihrem Guide weiter. Nachdem wir etwa zwei Stunden den Hang hinab gelaufen sind, kamen wir mit schmerzenden Knien bei unserem Nachtcamp an.

Dort begrüsste uns ein süsser Hund, der unsere Gesellschaft und Streicheleinheiten zu geniessen schien.
An diesem Abend erfuhren wir, dass unser Guide uns verlassen würde, um nach dem verlorenen gegangen Schlafsack zu suchen. Er überliess die ganz Verantwortung dem Guide der Engländer.
Da man nicht so viel machen konnte, nachdem es dunkel war und wir auch etwas erschöpft vom Tag waren, gingen wir um 8 Uhr auf dem dünnen Yoga-Mättchen schlafen.

Nach dem letzten Frühstück ging es noch eine Stunde abwärts. Hier mussten wir unser Gepäck selber tragen, obwohl uns im Reisebüro gesagt wurde, dass wir für drei Tage einen Esel hätten… Mehr enttäuscht waren wir über die Route, die wir für den Abstieg wählten. Wir liefen einfach der Strasse entlang runter, obwohl uns versprochen wurde, dass wir die “more scenic route” nehmen würden. Mit dem Collectivo ging es weiter nach Olantatambu. Dort musste uns der andere Guide noch das Zugticket organisieren, das uns nach Aguas Caliente bringen würde. Wir waren etwas überrascht, wie gut das klappte. Er schaffte es irgendwie uns einen noch früheren Zug zu organisieren. In der Stunde, die wir in Olantatambu hatten, schauten wir die Ruinen von aussen an und machten es uns in einem Schokocafé gemütlich.

Weiter gings mit dem Zug nach Aguas Calientes und Machu Picchu.

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