Navigation Menu
Lake Titicaca

Lake Titicaca

  • Author: domale
  • Date Posted: Aug 5, 2014
  • Category:
  • Address: Puno

Puno am Titicacasee

Fahrt nach Puno mit Julsa (4. August)

Mit der Busgesellschaft Julsa ging unsere Reise vom Colca Canyon weiter nach Puno. Die Gesellschaft war gar nicht so schlecht, wenn man den Prediger auslässt. Zuerst dachten wir, dass der Typ zum Bus gehörte, doch als er nach einer viertelstündigen Predigt Süssigkeiten verkaufen wollte, war uns klar, dass er einfach in den Bus einstieg, um seine Ware zu verkaufen.
Was auch noch nervig war, war der Halt in Juanita, obwohl uns versichert wurde, dass der Bus direkt nach Puno fahren würde…
Als wir dann endlich in Puno ankamen, war es trotz der scheinenden Sonne ziemlich kalt. Puno ist halt wieder ein Stück höher gelegenen als Arequipa.
Nach dem Einchecken suchten wir eine Tour zum Titicacasee. Wir waren froh, dass wir noch etwas buchen konnten für den nächsten Tag, da die Mitarbeiter in unserem Hostel wirklich komisch waren.

Floating Village Uros und die Insel Amantani (5. August)

Die Tour startete mit der Bootsfahrt zu den Floating Village von Uros. Unser Guide erklärte uns anhand eines Exempels, wie die Inseln aufgebaut sind. Es war eindrücklich, als wir lernten, dass uns nur Schichten von Seegrass vom Wasser trennen.

Natürlich wurde uns nach den Erklärungen des Guides noch versucht Handicrafts zu verkaufen. Die drei Frauen, die auf der Insel wohnten, breiteten ihre Waren aus. Alexandra und Dominic betrachteten die Souvenirs, während Ruth die Gelegenheit hatte sich die traditionelle Kleidung anziehen zu lassen (bei so vielen Schichten von Röcken braucht man schon Hilfe).
Bevor wir die lange Bootsfahrt zur Insel Amantani antraten, gab es die Möglichkeit eine kleine Runde mit dem traditionellen Boot zu machen.
Nach zwei Stunden kamen wir auf Amantani an. Dort wurden wir in Gruppen aufgeteilt und einer einheimischen Familie zugeteilt. Nach mehreren Verschnaufspausen kamen wir beim Hauptplatz an, wo das Haus unserer Gastfamilie lag. Wir wurden freundlich begrüsst und unser Zimmer wurde uns gezeigt. Etwas zu spät kamen wir zum Treffpunkt mit der Gruppe, da das Mittagessen erst zehn Minuten vor der verabredeten Zeit fertig war.

Mit der Gruppe wanderten wir zum Tempel von Pacha Patu hinauf, der sich über 4000m befand. Dies gewährte uns einen wunderschönen Ausblick auf den Titicacasee.
Laut einer alten Tradition kann man sich etwas wünschen, wenn man dreimal im Gegenuhrzeigersinn mit drei Kokablättern um den Tempel läuft.

Der Sonnenuntergang vom Tempel aus zu sehen, war sehr spektakulär. Danach machten wir uns auf den Weg zu unserer Gastfamilie. Dort lernten wir zwei der Kinder kennen und tauschten uns etwas aus, bevor wir gemeinsam assen.
Nach dem Abendessen kleideten wir uns traditionel, um an das Fest zu gehen. Dieses wird extra für die Touristen organisiert. Es macht aber dennoch Spass, weil jeder farbige Kleidung trägt und versucht zu der peruanischen Musik zu tanzen. Unsere Gastmutter, die uns an das Fest begleitet hatte, tanzte auch mehrmals mit uns.

 

Insel Taquile (6. August)

Zum Frühstück wurden wir mit Pancakes verwöhnt. Dann mussten wir uns auch schon wieder von unserer Gastmutter verabschieden.

Die Rückfahrt nach Puno führte uns zunächst zur Insel Taquile. Dort wanderten wir zum Hauptplatz und konnten unterwegs die unendlich scheinende Weite des Titicacasees bestaunen. Der Platz selbst war nicht so beeindruckend, aber ein Gebäude am Platz umso mehr. Dort würden nämlich die Männer stricken und die Frauen weben. Diese Rollenverteilung ist so strikt, dass den Jungen das Stricken beigebracht wird und den Mädchen nur das Weben.

Beim Mittagessen lernten wir die verheirateten Männer von den nicht verheirateten zu unterscheiden. Und zwar liegt der Unterschied in der Mütze, die sie tragen. Trägt ein Mann eine weiss-rote Mütze ist er single, trägt er hingegen eine rote Mütze ist er verheiratet. Nun sind die Inselbewohner aber so modern, dass sie den jungen Leuten die Möglichkeit geben, zusammenzuleben, um zu testen, ob sie zusammen passen oder nur streiten. Wäre letzteres der Fall entscheiden die Familien die Beiden nicht heiraten zu lassen. Nun, wie erkennt man diesen nicht verheirateten, aber vergebenen Mann? Dieser trägt eine rot-weisse Mütze, aber zusätzlich auch noch ein Kokatäschchen. Dieses Täschchen symbolisiert das Erwachsenenalter.
Nach der interessanten Kulturlektion genossen wir noch ein Mittagessen, bevor wir nach Puno zurück fuhren.
Da Puno selbst nicht viel zu bieten hat, gingen wir am selben Abend mit dem Nachtbus nach Cusco weiter.

Wir freuen uns über deinen Kommentar