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La Paz

La Paz

  • Author: domale
  • Date Posted: Aug 27, 2014
  • Category:
  • Address: La Paz

Die höchstgelegene administrative Hauptstadt – La Paz

Nach unserer Busreise von Copacabana nahmen wir am nächsten Morgen an einer richtig guten Free Walking Tour teil. Vom Gefängnis bis zum Hexenmarkt war alles mit dabei. Das Gefängnis funktioniert dort tatsächlich ganz anders: die Insassen wohnen quasi dort und zahlen anderen Insassen Miete. Zum Teil wohnen ganze Familien dort, weil es teurer ist zwei Mieten zu zahlen, ziehen die Frauen und Kinder zu ihren Männern ins Gefängnis. Extra für diese Kinder hat es sogar in unmittelbarer Nähe eine Schule.
Auf dem Hexenmarkt werden unter anderem tote Lamababies, Erektionsmittel und Liebespulver verkauft.

Wir liessen uns natürlich die Gelegenheit nicht entgehen Souvenirs einzukaufen, da in Bolivien die Preise noch günstiger sind als in Peru. Nach unserer Walking Tour besuchten wir auch gleich noch die San Francisco Kirche am Hauptplatz.

Müde vom vielen Laufen auf über 3000m, genossen wir am Abend ein Käsefondue.

das höchste Fondue der Welt auf über 3600m

Flohmarkt in El Alto

Am nächsten Tag wollten wir die Chance nutzen und den zweimal wöchentlichen Markt in El Alto zu sehen. Nicht wirklich eine Touristenattraktion, aber doch sehenswert, weil er so riesig und extrem hoch (4100 m) gelegen ist.
Wir starteten mit einem Bus in Richtung der Seilbahn, stiegen jedoch nach einer Stunde und drei Viertel des Weges aus, um zu Fuss weiterzugehen. Es hatte so viel Verkehr, weil die Polizei eine andere Strasse grundlos gesperrt hatte. Nachdem wir noch schnell einen Abstecher zum Busbahnhof gemacht hatten, um die Billett nach Sucre zu kaufen, kamen wir schliesslich beim Teleferico an. Wie bereits erwähnt, ist das eine Seilbahn inmitten der Stadt. Da es nicht möglich war eine Metro zu bauen, wurden die Österreicher engagiert die Masten aufzustellen.

Der Markt in El Alto war wirklich riesig. Von Autoteilen bis Kleider wude dort alles verkauft.

Das Mondtal

An userem letzten Tag in La Paz besuchten wir noch das Valle de la Luna, das etwas ausserhalb der Stadt gelegen ist. Mit den Collectivo kamen wir auf günstige Art dorthin und genossen einige Stunden in der Natur.

Am frühen Nachmittag kehrten wir zum Hotel zurück, um noch ein bisschen zu entspannen, bevor wir auf den Nachtbus gingen. Von Entspannen war jedoch keine Rede. Kaum waren wir dort, beklagte sich Dominic über einen Schmerz im Auge. Nachdem wir es mit Salzwasser ausgespült hatten und es noch nicht besser war, beschlossen wir einen Augenarzt aufzusuchen. Da jedoch die Verantwortliche im Hotel keinen in der Nähe kannte, gingen wir in eine Apotheke. Die Zweite hatte sogar geöffnet und der Apotheker meinte, dass es sich um eine Entzündung handeln würde. Da das Wort des Apothekers für Dominic nicht genug war, schrieb dieser uns die Adresse eines Augenarztes auf. Als wir kurz vor drei Uhr dort ankamen, waren wir etwas demotiviert, als wir die verschlosse Tür sahen. Doch glücklicherweise wartete eine Frau ebenfalls auf den Arzt und versicherte uns, dass er um drei Uhr kommen würde. Tatsächlich kamen die Ärzte wenige Minuten später und die Sekretärin dann noch etwas später. Diese meinte, dass es möglich wäre ohne Termin zum Arzt zu gehen.
Nach einiger Wartezeit waren wir an der Reihe. Die beiden Ärzte, die Brüder waren, brauchten nicht lange, um festzustellen, dass es eine Augenentzündung ist. Mit Augentropfen und allen nötigen Papieren für die Krankenkasse verliessen wir die Praxis. Diese Aktion kostete uns 30 Chf.
Wir hatten gerade noch genug Zeit, um etwas zu essen, bevor wir zum Busbahnhof mussten.
Während wir auf unseren Bus warteten, unterhielten wir uns mit einer älteren Bolivianerin. Sie war richtig süss und gab uns von den Süssigkeiten zum probieren, die sie für ihre Enkel gekauft hatte. Witzig war, dass sie uns warnte vor falschen Polizisten und nichts von fremden Leuten anzunehmen. Dies nachdem sie uns die Marshmallows gegeben hatte. 🙂
Die Sitze im Bus waren wirklich bequem und wir freuten uns über den Luxus. Doch das war von kurzer Dauer. Nämlich bis wir herausfanden, dass die Toilette nicht funktionierte. Wir fragten den Fahrtbegleiter, ob wir mal bei einer Toilette halten würden. “Si, claro!” Wir hielten dann tatsächlich mal an, nachdem ein alter Mann reklamiert hatte. Glücklich über den Toilettenstop, machten wir uns auf zum Ausgang. Da stellten wir fest, dass die Toilette für diese Nacht die Strasse war (ob es nun eine Autostrasse war oder eine Dorfstrasse direkt neben einem Geschäft, das um drei Uhr nachts noch geöffnet war).

Früh morgens kamen wir in der offiziellen Hauptstadt Boliviens, Sucre, an.

 

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