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Colca Canyon

Colca Canyon

  • Author: domale
  • Date Posted: Aug 1, 2014
  • Category:
  • Address: Colca Canyon

Colca Canyon

Der 1. August war zum Kotzen

Um 3 Uhr begann unser Tag in Arequipa. Auf gings in Richtung Colca Canyon. Dieser befindet sich auf 4300 m über Meer, was für uns bedeutete fleissig Kokablätter in den Tee zu schütten. Mit der üblichen peruanischen Pünktlichkeit kamen wir eine Stunde verspätet beim Cruz de Condor Aussichtspunkt an. Tatsächlich erwarten uns etwa fünf Kondore, die zweitgrössten Vögel der Welt.

Nach einer Stunde begannen wir mit dem langwierigen Abstieg in den Canyon. Dieser zusammen mit der Höhe bekam nicht jedem gut. Mit jedem Meter tiefer in den Canyon ging es Ruth schlechter. Bick in den Canyon während dem AbstiegNach einer Stunde kotzte sie dann in die Schlucht. Alkohol schnuppernd ging es weiter den Canyon runter. Freude herrschte als wir die Brücke über den Fluss erreichten, jedoch war dies nur der Beginn des noch viel grausameren Aufstiegs auf der anderen Seite.

Die dünne Luft brachte alle zum Keuchen. Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir um 2 Uhr bei unserer Lodge an und freuten uns über den Zmittag.

Unter der Solardusche wuschen wir uns den Staub vom Abstieg ab und genossen ein paar Minuten Ruhe in unserem rustikalen Strohdachhüttchen mit Flussbettsteinboden.

Auf zur Oase (2. August)

Nach genug Schlaf wurde uns ein atypisch peruanisches Frühstück serviert: leckere Crêpes mit Schokolade und Bananen anstatt der üblichen staubtrockenen Brötchen mit Marmelade. Auf dem Weg wurden uns die einheimischen Pflanzen erklärt: die Agave, dessen Innereien die Bewohner zu Seilen verarbeitet haben. Oder die Moglie, deren Blätter einen Saft enthält, der sich perfekt als Moskitoschutz eignet. Kriegsbemalung verdankten wir den Kaktusläusen: conchilles.

Nach dem harten Aufstieg verlor Ruth leider ihre Sonnenbrille, merkte es jedoch erst später. Erst unser Guide fand die Brille in der Toilette. Endlich ging es weiter in die zwei Nachbarsdörfchen, deren Einwohnerzahl um die 40 beträgt. Vor allem die älteren Leute wohnen hier, da die Jungen auswärts zur Schule müssen.

Erklärt wurde uns auch der Unterschied der Hutbekleidung der Dorfbewohner. Diese löste die Kopfdeformation mit Holzbrettern von früher ab und dienen zur Identifikation mit dem jeweiligen Berggott.
Um Mittag kamen wir in der Oase an und sprangen direkt in den Pool.

Esel sei Dank (3. August)

Um 4.30 französische Zeit (aka 4.50) begann unser Sprint den Canyon hinauf. Zusammen mit den 5 französischen Kollegen in unserer Gruppe und unserem Guide Nelson begannen wir mit einem Sprint um etwas warm zu werden. Auf 3300m wurde die Luft spürbar dünner. Wir kamen nach etwas mehr als zwei Stunden gerade zeitgleich mit dem Sonnenaufgang am Canyonrand an.

Etwas später kam Ruth auch mit den Eseln in der Pampa an.
Auf gings zum Frühstück in Cabanaconde. Hier verliess uns Nelson leider auch schon da er gleichentages nochmals mit einer neuen Gruppe in den Colca Canyon gehen musste (dies erfuhr er am Abend zuvor…). Wir gingen also ohne Guide zum Hauptplatz, wo unser Bus fahren sollte. Geduldig warteten wir eine halbe Stunde bevor uns jemand anspricht und uns erklärt, dass unsere Gruppe in getrennten Bussen zurückfahre. Das ganze war so gut organisiert, dass wir eine weitere halbe Stunde warten durften. Schlussendlich fanden sie doch noch einen Platz für uns.
Offizell waren zwei Stops im Canyon vorgesehen. Auf Wunsch einer Familie hielten wir jedoch noch einmal beim Aussichtspunkt der Condore. Da es bereits 10.30 Uhr war, waren die Condore nicht mehr zu finden. Weiter gings zu einem weiteren Aussichtspunkt und zu einem Dorf, wo wir direkt neben dem Touristenmarkt anhielten… Interessant war jedoch die Kirche , die mit Spiegeln geschmückt war. Wie wir hörten dienten die Spiegel für die natürliche Beleuchtung der Kirche. So versuchten die Spanier die Einheimischen mit Lichtschimmern zu beeindrucken.

Der nächste Stop sollte bei einem Thermalbad sein, jedoch machten wir noch einen Umweg, um die bereits genannte Familie bei einem Luxushotel abzuladen. Als letzte Gruppe ( von etwa sieben Bussen ) kamen wir beim Bad an. Das hatte den Vorteil, dass wir die Quellen für uns hatten. Der Nachteil war jedoch, dass die peruanischen Guides das Gefühl hatten anstatt der versprochenen Stunde nur 45min im Bad zu verbringen. Wir liessen uns dies nicht nehmen und genossen die Stunde im heissen Wasser.

Erholung in den Hotpsrings

Nach dem erholsamen Bad in den Thermalquellen bei Yanque gings weiter zum Zmittagsbuffet in Chivay. Da wir auch hier die letzten waren, waren einige Essensbehälter leer und wurden nicht mehr aufgefüllt. Die Auswahl war aber immer noch sehr gross. 🙂
Auf dem Weg nach Arequipa waren zwei weitere Stopps geplant. Langsam gingen wir zurück. Langsam deshalb, weil dem Fahrzeug der erste Gang fehlte und wir den hinauf fuhren. Bevor wir den höchsten Punkt erreichten (4910m ü.M.), hielten wir kurz an, um die wilden Vicuñas zu betrachten.

Am höchsten Punkt blochten wir vorbei und als Dominic reklamierte, meinte die eine Guidin: “Ah, ihr wolltet hier halten?” Nein natürlich nicht, es ist ja nichts spezielles und es wurde uns ja nicht versprochen, oder?! Sie versprach uns an einem anderen Ort zu halten, von wo aus man leider den aktiven Vulkan nicht mehr so gut sehen konnte. Wir waren froh, als wir mit zwei Stunden Verspätung in Arequipa ankamen.

Nur leider war der Tag damit noch nicht beendet. Wir holten unsere grossen Rucksäcke beim Hostel ab, um sie ins neue Hostel zu tragen. An der Rezeption wurde uns ein Kuvert mit Busbiletten überreicht, die wir vor unserer Abfahrt gekauft hatten. Unglücklicherweise stellte sich heraus, dass es die falschen Tickets waren. Da das Büro geschlossen war und die Reisefirma weder das Telefon noch das Natel abnahm, gingen wir zur Touristenpolizei. Nachdem wir dem Polizist die Situation erklärt hatten, rief die Firma gerade Dominics Natel an. Der Polizist sprach mit der Frau, woraufhin diese mit uns sprechen wollte und auf unseren Wunsch versuchte die Tickets zu annullieren. Nachdem dies nicht möglich war, kam sie zum Posten und versuchte zu erklären, weshalb sie die falschen Tickets ausgehändigt hatte. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns die falschen Tickets zu behalten und am nächsten Morgen mit einer unbekannten Busfirma die Reise nach Puno anzutreten. Die Frau von dem Reisebüro bezahlte uns die Differenz der Tickets (die falschen Tickets waren günstiger als das, was wir ihr bereits bezahlt hatten!) minus Umkosten. Müde und nicht so glücklich über den Ausgang des Tages gingen wir ins Bett.

Am nächsten Tag gings weiter zum Titicacasee.

 

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