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Cienfuegos

Cienfuegos

  • Author: domale
  • Date Posted: Oct 15, 2014
  • Category:
  • Address: Cienfuegos

Gemütliche Stadt und schöner Nationalpark

Früh aufstehen war angesagt, da wir am Vortag zu spät von Maria la Gorda abgefahren waren und keine Busbilette mehr bekamen. Zum Glück lag das Casa in Pinar del Rio ziemlich nahe am Busbahnhof und wir konnten am Morgen noch locker Tickets kaufen. Pünktlich um 8.20 Uhr lud uns der Bus nach Cienfuego auf.
Über Havanna fuhren wir nach Cienfuegos und kamen sieben Stunden später dort an. Da es gerade regnete, als wir ankamen, waren wir froh, dass wir nicht so überrannt wurden von Kubanern, die uns etwas verkaufen wollten. Einige Minuten später war der Regen vorbei woraufhin wir zu einem Casa liefen.
Nachdem das Gepäck verstaut war, machten wir uns auf die einzige französische Kolonialstadt Kubas zu erkunden.


Am Hauptplatz sprach uns ein Kubaner an, der eine nationale Pesomüntze (Wert ca. 20 Rappen) mit dem Kopf von Che Guevara gegen einen Euro tauschen wollte… Recht mühsam war er, weil er nicht verstand, dass wir das nicht wollten und uns sogar eine Weile hinterher lief.
Wir besuchten dann das Theater am Hauptplatz, das 1889 erbaut wurde.

das alte Tomas Terry Theater, das seit 1889 am Platz steht
Vom Zentrum nahmen wir eine Velokutsche zum Palacio de Valle am Meer.


Nachdem wir den Palast und das riesige Hotel gesehen hatten, liefen wir ins Zentrum zurück. Am Malecon, wo sich bereits einige junge Leute versammelt hatten, bestaunten wir noch den Sonnenuntergang, bevor wir ins Casa zurück gingen, um zu essen.


Für den nächsten Tag hatten wir ein Taxi organisiert, das uns zu der Lagune im Guanaroca Nationalpark bringen sollte.
Wir waren etwas über den Eintrittspreis von 10 Cuc pro Person überrascht, hatten jedoch auch keine Tour und Bootsfahrt erwartet. Schlussendlich war es der Preis Wert, weil wir so viele Vögel von Nahem sehen konnten und spannende Erklärungen zu den Bäumen des Schutzgebietes bekamen.


Vom Taxifahrer wurden wir beim Markt in Cienfuegos ausgeladen.

auf dem Markt in Cienfuegos
Danach spazierten wir durch die autofreie Strasse, wo zur Mittagszeit richtig viel Betrieb war mit lauter Musik und einem Stand, der Daiquiris für 10 Cup (~40 Rappen) verkaufte.


Gegen 2 Uhr holten wir unser Gepäck im Casa ab und liefen zum Busbahnhof. Natürlich wurden wir dort wieder gefragt, ob wir ein Taxi wollten. Zum Spass sagte Dominic zu einem für 5 Cuc würden wir ein Taxi nehmen (der Bus würde 6 Cuc pro Person kosten). Der Angesprochene überlegte nicht lange, sondern rief einem anderen zu und dieser schrie wiederum herum. Wir warteten eine kurze Weile und ee hatte ein Taxi zum vereinbarten Preis organisiert. Mit zwei Kubaner warteten wir bis der Fahrer sein Auto geholt hatte. Wir staunten nicht schlecht, als ein alter amerikanischer Wagen vor uns anhielt! Auf dem Weg gab es Fruchtstände, wo der Fahrer auf Wunsch stoppte, dass wir die Frucht Anon kaufen konnten. Unsere kubanischen Mitreisenden schlugen auch zu, da sie meinten in der Stadt bekäme man die Frucht nicht.
Kurz vor Trinidad wurde das Taxi von der Polizei kontrolliert und musste Papiere und Führerschein zeigen. Sogar den Kofferraum musste er öffnen, wo unsere Rucksäcke (ganz offensichtlich touristisch) verstaut waren. Der eine Kubaner, der ausgestiegen war, wurde daraufhin nach seiner Nationalität gefragt. Wir sassen ganz still im Auto und starrten nach vorne, da wir nicht genau wussten, ob dieses Taxi nur von Kubanern benutzt werden durfte. Es passierte jedoch nichts und wir konnten weiterfahren.
Zu unserem Glück hielt das Taxi in unmittelbarer Nähe des herausgeschriebenen Casas, so dass wir nur zwei Blöcke laufen mussten.
Dort mussten wir erstmal in dem schönen Garten abkühlen, bevor wir durch die Altstadt liefen.
Nach dem Abendessen ruhten wir uns etwas aus und wollten dann Trinidad bei Nacht erleben.
Wir gingen in einen Club, der ganz nahe beim Casa war. Einige Stunden zuvor haben wir dort angefragt, ob Salsa gespielt wird, was uns bestätigt wurde. Wir liefen also nach zehn Uhr in den Club ohne gross auf die Musik zu hören. Etwas überrascht waren wir dann schon, als wir an den Tischen vor allem Leute sahen, die 50+ waren. Ea war auch kein Tisch respektive Stuhl frei, weshalb wir direkt zur Bar gingen und zwei Mojitos bestellten. Dann hörten wir mal etwas aufmerksamer der Band zu und waren schockiert von der schlechten Musik. Es wurden alte englische Songs gecovert, aber auf Spanisch wiedergegeben. Einfach nur schrecklich! Der Drink war leider nicht viel besser und wir flüchteten nach einer halben Stunde aud dem Lokal hinaus. Stattdessen zogen wir in die Altstadt, wo wir draussen den afrikanischen Trommlern lauschten.

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