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Chennai

Chennai

  • Author: domale
  • Date Posted: Feb 5, 2014
  • Category:
  • Address: Chennai

Chennai

Unterwegs haben wir gehört, dass Chennai nicht so viel zu bieten habe. Da jedoch unser Flug nach Thailand von dort startete, versuchten wir das Beste aus dem Aufenthalt zu machen. Wir fanden ein günstiges Hotel in Meeresnähe, wo wir um sieben Uhr morgens eincheckten (wir kamen mit dem Nachtzug von Ooty her an). Nach einigen Studen Erholung gingen wir nachmittags noch an den Strand. Am nächsten Tag waren wir etwas aktiver. Wir standen früh auf (24h Checkout, wurde uns am Abend zuvor noch mitgeteilt) und erkundeten die Stadt, während die Inder langsam zu arbeiten begannen.

Statue, die den Strand von Chennai überblickt

In den vorherigen Einträgen haben wir euch immer nur die schöne Seite Indiens präsentiert. Hier zum Ausgleich auch mal einen Einblick in die Seitenstrassen. Meist sind die Strassen mit Abfall gesäumt und das Geruchserlebnis ändert mit jedem zweiten Schritt, je nachdem welcher Gulli, Abfallhaufen oder Essensstand näher ist. Leider können wir euch hier das Geschmackserlebnis nicht mitschicken, aber die Bilder sollten riechen (oder reichen).

Wenn man die Seite mal umkehrt, die Welt nicht durch unsere Augen betrachtet sondern sich ausmalt, wie sich die Inder die Westler vorstellen…

Vieleicht stellen sich die Inder etwa so Europa vor....

(Toilettenpapier gesponsort von Steffi, thanks 🙂 )

Das absolute Highlight des Tages war die Markttour, die wir für den Nachmittag gebucht hatten. Zusammen mit einem Holländer wurden wir von einer ehemaligen Elektrostudentin durch das “Alte Chennai” geführt. Die Tour begann in einer armenischen Kirche. An diesem idyllischen Ort, wo die hektische indische Stadt durch die Mauern weggesperrt wurde, erfuhren wir einige Details über die Geschichte Indiens. Die Armenier waren vor den Briten in Indien und trieben Handel mit Edelwaren (Seide,Edelsteine,Safran). Als die Briten später nach Indien kamen, stellten sie für die Armenier keine Konkurrenz dar, da diese alles mit nach Europa nahmen, egal welche Qualität, Hauptsache exotisch und nicht in Europa erhältlich (von den Gewürzen bis zum Elefanten).

Wir gingen nach dieser kleinen Geschichtslektion weiter zum Alten Markt. Obwohl wir auf unserer Indienreise bereits viele Märkte gesehen haben, war es sehr interessant mit der Tour durchzugehen. Es wurden immer wieder Stopps eingelegt und die Waren wurden uns erklärt, wobei wir auch die Gelegenheit hatten die Dinge zu kosten 🙂

Bei der Banenenpflanze zum Beispiel wird von der Frucht bis zur Wurzel alles verwertet. Die Blätter werden als Teller eingesetzt, ob frisch oder getrocknet. Wie sie uns erklärte ist dies auch bei Parties eine super Alternative zum wegwerfbaren Plastikgeschirr.

getrocknete Bananenblätter, woraus super Teller gemacht werden (im Hintergrund)

Zucker ist hier auf dem Markt auch in seiner traditionellen Form, als Zuckerrohrklumpen, erhältlich.

Rohrzucker in Klumpenform

Die Inder legen sehr viel Wert auf die Frische ihrer Ware. Will man Mehl kaufen, wird deswegen erst das ungemahlene Getreidekorn gekauft und direkt beim nächsten Stand für ein paar Rupien frisch gemahlen.

Die Mahlstube auf dem Markt

Oder als Erfrischung kann man sich wie fast überall in Indien einen frischen Sugarcane juice kaufen. Dabei werden ein paar Zuckerrohrstengel direkt ausgepresst und der extrem süsse Saft (fast reinster Zucker) aufgefangen.

Sugarcane juice - extrem süss und lecker

Nach diesem schönen Erlebnis verliessen wir am Abend Indien doch mit etwas schwerem Herzen.

 

weiter gehts nach Koh Tao

 

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