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Caibarien

Caibarien

  • Author: domale
  • Date Posted: Oct 20, 2014
  • Category:
  • Address: Caibarien

Einsame Strände neben Baustellen

Nach der Besichtigung des Mausoleums in Santa Clara gingen  wir mit dem Bus um halb elf nach Caibarien weiter. Dort wurden wir irgendwo auf der Strasse, nach dreimaligem Fragen, ob wir tatsächlich hier aussteigen möchten, ausgeladen. Nachdem wir sichergestellt hatten, wo und um welche Zeit der Bus zurück fahren würde, machten wir uns auf die Suche nach einem Casa.
Es gab nicht so eine riesige Auswahl wie im touristischen Trinidad und so liefen wir ein rechtes Stück bis wir etwas fanden. Danach suchten wir die zwei Büros zur Rollervermietung auf, die um halb eins natürlich geschlossen waren.
Wir liefen stattdessen zum Hauptplatz, um die Zeit zu vertreiben, bis die Büros wieder aufmachen würden.

 

Auf dem Weg dorthin kamen wir per Zufall an einem Haus vorbei, das selbstgemachte Glacé für 20 Rappen verkaufte. Das war die beste Glacé, die wir seit langem gegessen hatten.
Die Büros waren kurz vor zwei immer noch geschlossen, wobei man uns beim einen informierte, dass der Arbeiter in der Mittagspause sei. Als wir zurück beim Casa waren, telefonierte unser Gastgeber, um uns einen Roller zu organisieren. Nach etwa einer Stunde hatte er für uns einen Roller für den nächsten Tag besorgt.
Wir verbrachten den Nachmittag mit Flaggeb nähen, Fotos bearbeiten und entspannen.
In dem vom Casa ziemlich neu eröffneten Restaurant assen wir gut zu Abend und hatten besonders Freude an dem hausgemachten Flan Caramel.Fisch-Cordonbleu in unserem Casa
Pünktlich um 8 gingen wir unseren Roller abholen. Nach dem Frühstück im Casa gings los aufs Meer hinaus.
Nach einer Stunde Fahrt auf der Dammstrasse ins Meer erreichten wir endlich die Tankstelle neben dem Flughafen. Als wir beim Abholen des Rollers den halbleeren Tank (beim Reinschauen in den Tank) kommentierten, meinten die nur, dass die Anzeige ja voll anzeige und man ja nicht voll auffüllen könne sonst schwappe es ja raus…
Naja, knapp mit der Anzeige auf der letzten Markierung schafften wir es zur Zapfsäule.
Diesmal mit einem richtig vollen Tank fuhren wir an den menschenleeren Strand las Salinas.

 

Die karibische Idylle wurde einzig durch die Baustelle eines neuen Hotelkomplexes in der Nähe ein wenig getrübt.
Bis auf zwei weitere Touristen und ein Oldtimer voll Kubaner, die ein paar Stunden nach uns kamen, blieben wir den ganzen Tag ungestört unter zwei Palmen am Strand liegen.
Am zweiten Tag in Caibarien entschieden wir uns an den etwas weiter entfernten Strand im Naturschutzgebiet zu gehen. Für den Eintritt von 4 Cuc bekamen wir vom Biologen auf dem Weg durchs Dickicht zum Strand auch gleich eine Führung durch die einheimische Pflanzen- und Tierwelt. Es wimmelte nur so von Echsen mit blauen Schwänzen und Krabben. Auch riesige Termitenhügel und eine Schlange bekamen wir zu Gesicht.

Wir genossen auch diesmal das kristallklare Wasser mit weissem feinen Sandstrand.
Pünktlich vor dem Platzregen kamen wir zurück ins Casa. Der Donner war sehr nahe und die Blitze erhellten den Kirchenturm wie tagsüber.

eine Druckerei in Caibarien

Nach einem längeren Spaziergang durch Caibarien am nächsten Tag gingen wir mit unseren Rucksäcken zur Strassenecke, wo der Bus durchfahren und uns aufladen sollte. Ungefähr um 3 sollten wir da sein. Unzählige Kubaner standen auch herum und warteten auf einen Bus oder eine Mitfahrgelegenheit. Nach einer Viertelstunde warten bot sich ein Taxi für 4 cuc weniger als der Bus an, wodurch wir relativ schnell und bequem nach Santa Clara kamen.
Dort wurden wir von Leuten überrannt, die uns das nächste Taxi verkaufen wollten. Nach einigem Diskutieren einigten wir uns auf einen Preis, mussten jedoch warten, bis sie zwei weitere Personen gefunden hatten für die Fahrt. Wir machten ab, dass wir höchstens eine Stunde lang warten würden, da um diese Zeit der Bus nach Havanna fahren würde. Nach 40 Minuten als wir bereits dachten, dass wir doch mit dem Bus nach Havanna fahren würden, gings doch los. Etwas speziell war, dass wir in einem Mietwagen sassen und der Typ der mit uns im Auto sass, war irgendwie ein Kollege vom Fahrer. Nach einer halben Stunde stoppten wir plötzlich, dass sie ein Bier trinken und rauchen konnten. Auf der weiteren Fahrt musste er jede halbe Stunde eine neue Zigarette anzünden. Als wir ihm kurz vor Havanna die Adresse des Casas mitteilten, meinte er, dass dies 5 Cuc extra kosten würde. Wir versuchten ihm zu erklären, dass wir mit dem Typ in Santa Clara etwas anderes abgemacht hätten und regten uns auf, dass er uns gar nicht zuhörte.
Ohne Übereinstimmung lotste ihn Dominic zu unserem Casa und bezahlte ihm dort die abgemachten 30 Cuc. Daraufhin wurde der Typ richtig agressiv und wollte uns zurückhalten und die Rucksäcke abnehmen. Wir flüchteten uns ins Casa. Und der Tyo hatte sogar die Nerven uns hinauf zu folgen und die Gastfamilie zu belästigen. Diese handhabten die Situation entspannt und schafften das schreinde Monster aud ihrem Wohnzimmer.
Kurz darauf erfuhren wir, dass das Casa voll sei und dies trotzdem wir reserviert hatten und am Morgen angerufen hatten. Sie bot uns stattdessen ein Zimmer in ihrem zweite Casa an. Das wäre okay gewesen, wenn dieses nicht noch weiter von der Altstadt entfernt gewesen wäre. Da sie sah wie unzufrieden damit waren, zeigte sie uns ein Gastzimmer, das nicht offiziell für Touristen hergerichtet war. Für einen günstigeren Preis waren wir doppelt so zufrieden mit dieser Lösung.

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